@phdthesis{kups1461, year = {2001}, author = {Simone Vogt}, school = {Universit{\"a}t zu K{\"o}ln}, title = {R{\"o}mische Idealplastik in Norditalien}, url = {https://kups.ub.uni-koeln.de/1461/}, abstract = {Die r{\"o}mische Kunst in Norditalien wurde bislang oftmals als provinziell bezeichnet, ohne definieren zu k{\"o}nnen, worin sich die Provinzialit{\"a}t {\"a}u{\ss}ert. Weiterhin sieht man die r{\"o}mische Kunst Norditaliens gerne als Wurzel der provinzialr{\"o}mischen Kunst. Die r{\"o}mische Idealplastik ist inzwischen so gut erforscht, da{\ss} sie vor dem Hintergrund der genannten Fragen und hinsichtlich ihrer lokalen Auspr{\"a}gungen ausgewertet werden kann. Die vorliegende Arbeit untersucht die lokalen Besonderheiten bei Ikonographie, Bildsprache und Stil der in Norditalien gefundenen idealplastischen Skulpturen. Dabei wurden solche Skulpturen ausgew{\"a}hlt, die aus einem bekannten Kontext stammen, die Minerva, Venus und Bacchus darstellen, sowie Skulpturen aus lokalem Kalkstein. Die Bildhauerqualit{\"a}t ist in den meisten F{\"a}llen durchaus anspruchsvoll und somit nicht als provinziell zu bezeichnen. Die Kalksteinskulpturen, f{\"u}r die Datierungskriterien erarbeitet werden konnten, sind in ihrer stilistischen Machart den Skulpturen aus den Nordwestprovinzen des R{\"o}mischen Reiches {\"a}hnlich. Auch ikonographisch lassen sich vergleichbare Tendenzen feststellen, indem durch die ungew{\"o}hnliche Zusammenstellung einzelner Motivelemente besonders ausdrucksstarke, leicht lesbare Skulpturen geschaffen wurden. {\"A}hnliches l{\"a}{\ss}t sich f{\"u}r Venusdarstellungen sagen. Diese geben oftmals eine plakativere Erotik zu erkennen als die {\"u}blichen Bildschemata. Sie gehen wohl auf individuelle Auftr{\"a}ge zur{\"u}ck und schm{\"u}ckten die privaten Lebensbereiche. Die Minerva darstellenden Standbilder standen vornehmlich im {\"o}ffentlichen Raum und zeichnen sich demgegen{\"u}ber eher als konventionell aus. Mit diesen Standbildern demonstrierten zumeist reiche Freigelassene ihre Loyalit{\"a}t gegen{\"u}ber der r{\"o}mischen Ordnung und dem Kaiserhaus. Die Statuenprogramme in den baulichen Kontexten entsprechen in sp{\"a}trepublikanischer und der fr{\"u}hen Kaiserzeit gehobenen Anspr{\"u}chen. Bald darauf weichen sie standardisierten Ausstattungen, die auf leichte Lesbarkeit ausgerichtet waren und daher integrativ wirkten.}, keywords = {Arch{\"a}ologie , Skulptur , Italien} }