Universität zu Köln

Psychometrische und Neurokognitive Validierung dimensionaler Diagnoseinstrumente im Hinblick auf die Erfassung der Borderline-Persönlichkeitsstörung

Steinbring, Iris Christiane (2007) Psychometrische und Neurokognitive Validierung dimensionaler Diagnoseinstrumente im Hinblick auf die Erfassung der Borderline-Persönlichkeitsstörung. PhD thesis, Universität zu Köln.

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    Abstract

    Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine psychische Störung mit hoher klinischer Relevanz, bei der bis dato jedoch eine nur unzureichende Diagnostik mittels kategorialer Diagnosesysteme möglich ist. Hier stellen dimensionale Verfahren eine vielversprechende Alternative dar, die zwar eine adäquatere Repräsentation der Persönlichkeitsstörungen versprechen, jedoch im klinischen Bereich bisher nur wenig Verwendung finden. Um die Nützlichkeit dimensionaler Verfahren im Hinblick auf die Erfassung der BPS aufzuzeigen wurde in der vorliegenden Arbeit die Validierung zweier unterschiedlicher dimensionaler Diagnoseinstrumente, das NEO-FFI von Costa und McCrae (1992) und das DAPP-BQ von Livesley und Jackson (im Druck), vorgenommen. Auf der Grundlage kategorialer und dimensionaler Daten von 28 psychiatrischen Patienten mit einer BPS, 23 psychiatrischen Patienten mit ängstlich-depressiver Symptomatik ohne eine BPS und 41 gesunden Kontrollprobanden erfolgte auf psychometrischer Ebene der Vergleich beider Instrumente und Fragen nach Sensitivität, Spezifität und Konvergenz beider Verfahren wurden beantwortet. Weiterhin wurden mit Hilfe einer neurokognitiven Testbatterie affektiv-kognitive Informationsverarbeitungsstrukturen identifiziert, die mit den psychometrisch erfassbaren Borderline-Dimensionen assoziiert sind und mit deren Hilfe sich eine zwischen Geno- und Phänotyp tretende endophänotypische Ebene der BPS etablieren lässt. Die Ergebnisse beinhalten zusammengefasst eine Replikation berichteter Befunde zu einem dimensionalen Profil der BPS und belegen die klinische Nützlichkeit dimensionaler Verfahren. Die Erkenntnisse über Besonderheiten bei der Informationsverarbeitung affektiv-kognitiver Reize vervollständigen das Bild über Mechanismen, die bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Borderline-Störung beteiligt sind und ermöglichen so eine Differenzierung nicht nur diagnostischer, sondern auch therapeutischer Konzepte. In diesem Sinne tragen die Erkenntnisse der vorliegenden Untersuchung auch zu der Etablierung eines Endophänotyps der BPS bei.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Creators:
    CreatorsEmail
    Steinbring, Iris Christianei.steinbring@lycos.de
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-23063
    Subjects: Psychology
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    Dimensionale Persönlichkeitsdiagnostik , Validierung , Borderline-Persönlichkeitsstörung , Neurokognitive Korrelate , Borderline-EndophänotypGerman
    Faculty: Erziehungswissenschaftliche Fakultät
    Divisions: Erziehungswissenschaftliche Fakultät > Institut für Psychologie
    Language: German
    Date: 2007
    Date Type: Completion
    Date of oral exam: 12 June 2007
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 02 Apr 2008 15:17:20
    Referee
    NameAcademic Title
    Stephan, E.Prof. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/2306

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