Schady, Anne (2004). "Community Participation" and "Peer Education" - A critique of key-concepts in HIV/AIDS prevention in Swaziland. Masters thesis, Universität zu Köln.

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Item Type: Thesis (Masters thesis)
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Anne Schady thematisiert in ihrer durch Prof. Dr. Michael Bollig betreuten Magisterschrift den Umgang mit der HIV/AIDS Pandemie in Swaziland, einem südafrikanischen Kleinstaat, der in den letzten Jahren durch extrem hohe Infektionsraten eine traurige Berühmtheit erlangte. Sie stellt die grundlegende Frage, wie angesichts der sehr umfassenden und kostspieligen Anti-AIDS Kampagnen erklärt werden kann, dass Infektionsraten weiterhin steigen. Der offensichtliche Misserfolg der Kampagnen wurde bislang unterschiedlich erklärt: Es wurde die schwache Position der Frau, die Persistenz traditioneller Beziehungsmuster, aber auch die abnehmende Bindung traditioneller Normen angesprochen. Anne Schady geht einen anderen Weg: sie stellt die Frage inwieweit Anti-AIDS Kampagnen tatsächlich angemessen konzipiert sind. Mit 'Community Education' und 'Peer Education' greift sie zwei Schlüsselkonzepte der Anti-AIDS Kampagne kritisch auf. Die Arbeit beruht auf einer mehrmonatigen Feldarbeit, die Anne Schady als Praktikantin der GTZ in Swaziland, dann aber auch während ihres einjährigen Studienaufenthaltes an der University of Cape Town in Swaziland unternahm. Während dieser Zeit widmete sie sich vor allem der Arbeit einer Nicht- Regierungsorganisation (NRO), die in der Anti-AIDS Arbeit aktiv war. Theoretisch fußt Anne Schadys Arbeit auf der Ethnologie der Entwicklung, einer Richtung, die sich kritisch mit Strukturen und Inhalten der Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzt. Die von Schady untersuchte NRO ging Anfang der 1990er aus einem Projekt der Entwicklungszusammenarbeit hervor, ohne dabei Organisationsform oder inhaltliche Orientierung wesentlich zu verändern. Schady stellt heraus, dass die NRO das vage Verständnis von dem, wer zu einer community gehört und was eine community konstituiert aus der Entwicklungszusammenarbeit übernimmt. Sie stellt fest, dass tatsächlich nur ein bestimmter Personenkreis auf den anberaumten Treffen zwischen community und NRO erscheint: In der Regel sind dies ältere, mit der traditionellen Autorität in Verbindung stehende Männer. Auch das Konzept peer education wird hinterfragt. De facto wissen die Mitarbeiter der NRO nicht, wer die peers, mit denen sie zusammenarbeiten, sind und wie sie in der Gemeinschaft verankert sind. Die Dekonstruktion der Begriffe erfolgt auf der Basis von Interviewmitschnitten und einer ausführlichen Analyse schriftlicher Dokumente.German
Creators:
CreatorsEmailORCID
Schady, Annem.boeck@uni-koeln.deUNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-23451
["eprint_fieldname_local_series" not defined]: Kölner ethnologische Beiträge
Volume: 13
Subjects: Customs, etiquette, folklore
Uncontrolled Keywords:
KeywordsLanguage
Entwicklungsethnologie , AIDS , Entwicklungshilfe , Bildungspolitik , SwazilandGerman
Development anthropology , AIDS , Development aid , Educational policy , SwazilandEnglish
Faculty: Faculty of Arts and Humanities
Divisions: Faculty of Arts and Humanities > Department of Social and Cultural Anthropology
Language: English
Date: 2004
Full Text Status: Public
Date Deposited: 04 Jul 2008 07:16
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/2345

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