Universität zu Köln

Keep your fingers crossed! The influence of superstition on subsequent task performance and its mediating mechanism

Damisch, Lysann (2008) Keep your fingers crossed! The influence of superstition on subsequent task performance and its mediating mechanism. PhD thesis, Universität zu Köln.

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    Abstract

    Superstitious thoughts or behaviors have been demonstrated to occur frequently and persistently in our current population. Typically, they are held or performed in the context of an important performance task with the aim to gain good luck or prevent bad luck. However, to date, little is known about the reason for the maintenance of this seemingly irrational phenomenon, its psychological functions, or its behavioral consequences. The current analysis suggests that superstitions exert a causal influence on subsequent task performance. In particular, I contend that superstitions associated with the concept of good luck that are activated prior to a performance task enhance performance. Furthermore, I argue that this influence is explained by the underlying mechanism of increased levels of perceived task-specific self-efficacy beliefs. Results of one explorative analysis and 5 experimental studies support these assumptions. Specifically, Study 1 demonstrates the widespread prevalence of superstitions within the present population of undergraduate students at the University of Cologne and explores several specific superstitions that appear to be particularly common. In each of the subsequent studies, these common superstitions such as �lucky charms�, �keeping fingers crossed�, or the plain superstitious constructs of good or bad luck are manipulated between participants prior to various motor or cognitive performance tasks using manifold empirical methods. Results of Studies 2 through 4 demonstrate that performance in a golf-putting task or a motor dexterity game indeed is enhanced subsequent to the implementation of a good luck superstition, compared to a bad luck superstition or no superstition at all. Studies 5 and 6 replicate the effect of superstition on superior performance in cognitive tasks such as a Tetris-game and a Memory-game. Additionally, the results of these latter studies provide empirical evidence for the notion of the mediating function of self-efficacy beliefs on the observed effect of superstition on performance. In this regard, the reported findings uniquely contribute to our understanding of superstitions and their effect on psychological as well as behavioral consequences. The present findings are in line with previous research on self-efficacy and performance factors in general. At the same time, these findings suggest new questions for future research on the subject of superstitions. Possible applications to the athletic or the educational field are discussed.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Translated abstract:
    AbstractLanguage
    Abergläubische Überzeugungen und Verhaltensweisen sind auch in unserer heutigen Gesellschaft noch weit verbreitet. Insbesondere in Situationen, welche durch hohen wahrgenommenen psychologischen Stress und Aspekte der Unsicherheit oder Unkontrollierbarkeit gekennzeichnet sind, scheint abergläubisches Verhalten immer wieder aufzutreten. Damit konsistent sind Befunde, die zeigen, dass vor allem unter Studenten und Sportlern, welche in Prüfungen oder Wettkämpfen besonders häufig den beschriebenen Situationen ausgesetzt sind, ein hohes Maß an Aberglauben zu finden ist. Was ist der Grund für das vermehrte Vorkommen und die konstante Aufrechterhaltung dieser scheinbar irrationalen Gedanken und Verhaltensweisen? Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Evidenz für einen tatsächlichen Nutzen dieser abergläubischen Überzeugungen zu finden. Dabei soll insbesondere untersucht werden, ob Aberglauben einen Einfluss auf nachfolgende Leistungen ausüben, indem sie diese erhöhen. Darauf aufbauend möchte ich untersuchen, durch welchen zugrunde liegenden Mechanismus ein solcher Effekt vermittelt wird. Dabei wird die Annahme gemacht, dass die kausale Beziehung von aktiviertem Aberglaube auf Leistungsverbesserung auf einer Beeinflussung der wahrgenommenen Selbstwirksamkeitsüberzeugung basiert. Die Befunde aus 6 empirischen Untersuchungen bestätigen meine Vorhersagen weitestgehend. Dabei bekräftigen die Ergebnisse der ersten Untersuchung � einer explorativen Fragebogen Studie � die weite Verbreitung von abergläubischen Überzeugungen speziell für die hier untersuchte Stichprobe bestehend aus Studenten der Universität zu Köln und identifiziert darüber hinaus einige konkrete Aberglauben, welche von besonders vielen Probanden als effektive empfunden werden. Die am weitesten verbreiteten Formen von Aberglauben (Daumen drücken, Glücksbringer dabei haben, an die Konzepte Glück und Pech glauben) wurden in den folgenden Untersuchungen herangezogen und anhand verschiedener methodischer Vorgehensweisen experimentell manipuliert. Im Anschluss wurde die erbrachte Leistung der Teilnehmer in verschiedenen motorischen oder kognitiven Aufgaben erfasst. So zeigt sich in den Experimenten 2 und 3, dass Teilnehmer besser in der Lage sind Golf zu spielen (häufigeres Treffen) wenn sie diese Aufgabe mit einem angeblichen Glücksball verglichen mit einem angeblichen Pechball oder einem neutralen Ball durchführen. Ähnlich zeigt sich in Experiment 4, dass Teilnehmer denen die Daumen gedrückt werden ein Geduldspiel schneller vervollständigen können als Teilnehmer zweier Kontrollbedingungen. Die Ergebnisse der Experimente 5 und 6 replizieren zunächst den leistungserhöhenden Einfluss von mit Glück assoziiertem Aberglaube auf kognitive Leistungen. So zeigt sich in Experiment 5, dass Teilnehmer, bei denen zuvor das Konzept Glück aktiviert wurde, eine bessere Leistung in einem Tetris-Spiel erbringen (mehr Reihen aufbauen) als wenn sie zuvor mit dem Wort Pech geprimt wurden � selbst wenn dieses Priming subliminal, das heißt außerhalb ihrer bewussten Wahrnehmung stattfindet. Die Ergebnisse des Experiments 6 demonstrieren, dass die Teilnehmer in Anwesenheit ihres persönlichen Glücksbringers besser in einem Memory-Spiel abschneiden als in Abwesenheit dieses Objektes. Darüber hinaus zeigt die statistische Analyse der Daten beider Studien, dass der Effekt des Aberglaubens auf Leistungsmaße durch ein erhöhtes Niveau der empfundenen aufgabenspezifischen Selbstwirksamkeit vermittelt wird. Die dargestellten Befunde dieser Dissertation zeichnen sich insbesondere durch die Anwendung vielfältiger Methoden sowie die Neuartigkeit der gefundenen Ergebnisse aus. In diesem Sinne kann die vorliegende Arbeit maßgeblich zum Verständnis abergläubischer Überzeugungen und Verhaltensweisen sowie deren Einfluss auf psychologische und verhaltensbasierte Konsequenzen beitragen. Die dargestellten Ergebnisse sind mit früheren Forschungsbefunden zum Konstrukt der Selbstwirksamkeitsüberzeugung sowie zu leistungsbeeinflussenden Faktoren im Allgemeinen konsistent. Gleichzeitig gehen aus ihnen jedoch auch zahlreiche Fragestellungen für zukünftige Forschungsarbeiten zum Thema Aberglaube hervor. Eine mögliche Anwendung der vorliegenden Befunde im pädagogischen Bereich von Schule und Sport wird zum Abschluss der Arbeit diskutiert.German
    Creators:
    CreatorsEmail
    Damisch, Lysannlysann.damisch@uni-koeln.de
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-24713
    Subjects: Psychology
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    Aberglauben , Leistungserhöhung , Glück , Selbstwirksamkeitsüberzeugung , MediationGerman
    superstition , performance enhancement , luck , self-efficacy , mediationEnglish
    Faculty: Humanwissenschaftliche Fakultät
    Divisions: Humanwissenschaftliche Fakultät > Department Psychologie
    Language: English
    Date: 2008
    Date Type: Completion
    Date of oral exam: 15 July 2008
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 12 Sep 2008 10:48:19
    Referee
    NameAcademic Title
    Mussweiler, ThomasProf. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/2471

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