Universität zu Köln

Finanzhilfen in Haushaltsnotlagen. Eine modelltheoretische und empirische Analyse vertikaler Transfers

Herold, Katharina (2009) Finanzhilfen in Haushaltsnotlagen. Eine modelltheoretische und empirische Analyse vertikaler Transfers. PhD thesis, Universität zu Köln.

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    Abstract

    Angesichts drohender lokaler Haushaltsnotlagen sehen sich übergeordnete Regierungen dazu veranlasst, finanzielle Hilfen an untergeordnete Gebietskörperschaften zu gewähren. Diese vertikalen Transfers können jedoch Anreize zu exzessiver Verschuldung auf der lokalen Ebene setzen, wenn die übergeordnete Ebene sich nicht an ein gesetzlich geregeltes Transfersystem binden oder die Ursache der Haushaltsnotlage nicht einwandfrei verifizieren kann. Die Arbeit befasst sich mit folgenden Fragestellungen: Wie müssen Finanzhilfen unter fehlender Bindung und unter asymmetrischer Information ausgestaltet werden, um die negativen Anreize zu minimieren? Liegt auf kommunaler Ebene das Problem der fehlenden Bindung oder der asymmetrischen Information vor? Im Fokus der modelltheoretischen und empirischen Analyse stehen die Fehlbetragszuweisungen in Schleswig-Holstein. Der erste Teil der Arbeit gibt einen institutionellen Überblick über die kommunalen Budgetregeln sowie rechtlichen Grundlagen für die Gewährung von Fehlbetragszuweisungen in Schleswig-Holstein. Im zweiten Teil der Arbeit wird modelltheoretisch und empirisch untersucht, ob die Zuweisungen aufgrund ihres diskretionären Charakters Kommunen zur Ausweitung ihrer Fehlbeträge verleiten. Im letzten Teil der Arbeit wird die Frage nach der optimalen Ausgestaltung konditionierter Finanzhilfen unter asymmetrischer Information beantwortet. In diesem Fall kann die Zentralregierung durch Auflagen in die Finanzautonomie der Zuweisungsempfänger derart eingreifen, dass Kommunen keinen Anreiz haben, sich strategisch zu hoch zu verschulden. Es werden anreizkompatible Transfersysteme bei Eingriff in die Schulden-, Steuer- und Ausgabenpolitik und bei vollkommener Beschränkung der Finanzautonomie modelltheoretisch analysiert und auf ihre Effizienz hin miteinander verglichen. Anhand der modelltheoretischen Ergebnisse wird abschließend empirisch überprüft, inwieweit das System der Fehlbetragszuweisungen in Schleswig-Holstein diesen Transfersystemen entspricht.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Creators:
    CreatorsEmail
    Herold, Katharinaherold@wiso.uni-koeln.de
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-27197
    Subjects: Economics
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    Verschuldung, Zuweisungen, Informationsasymmetrien, Kommunen, Schleswig-HolsteinGerman
    subnational debt, vertical transfers, soft budget constraint, asymmetric information, fiscal federalismEnglish
    Faculty: Wirtschafts- u. Sozialwissenschaftliche Fakultät
    Divisions: Wirtschafts- u. Sozialwissenschaftliche Fakultät > Seminar für Finanzwissenschaft
    Language: German
    Date: 2009
    Date Type: Completion
    Date of oral exam: 05 March 2009
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 25 May 2009 11:42:32
    Referee
    NameAcademic Title
    Kitterer, WolfgangProf. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/2719

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