Universität zu Köln

Inseltourismus � Tourismusinseln für immer? Fallstudien Mauritius und Malta

Schubert, Uwe (2008) Inseltourismus � Tourismusinseln für immer? Fallstudien Mauritius und Malta. PhD thesis, Universität zu Köln.

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    Abstract

    Zusammenfassung: Im Zentrum der Dissertation steht die ökonomische und gesellschaftliche Diversifizierung von staatlich unabhängigen insularen Räumen, die besondere Potentiale und Nutzungsmuster für den organisierten Tourismus aufweisen. Die Notwendigkeit, ökonomische und gesellschaftliche Strukturen zu diversifizieren sowie zu modernisieren, wird anhand von Fallstudien verdeutlicht. Die Auswirkungen der Diversifizierungs-prozesse auf limitierte insulare Räume stehen dabei im Vordergrund. Sie dokumentieren die Ausnahmestellung dieser Räume im internationalen Wettbewerb, Bindungen von Investitionen zu gewährleisten und langfristige gesellschaftliche Erneuerung zu ermöglichen. Das Ziel der Studie ist es, ein raum � zeitliches Entwicklungsmodell zu entwerfen, das die Möglichkeiten unabhängiger insularer Räume verdeutlicht, ihre räumlichen Potentiale optimal einzusetzen, um gesellschaftlichen wie ökonomischen Fortschritt kontinuierlich zu gewährleisten. Im ersten Teil der Studie wird eine Systematisierung erstellt, die die verschiedenen Formen des Tourismus auf Inseln darstellt und speziellen Raumtypen von Tourismusinseln zuordnet. Diese Systematisierung erklärt und stützt die Auswahl der gewählten Fallbeispiele. Die gewählten Einzelstudien Mauritius und Malta verdeutlichen die Möglichkeiten, die postkoloniale insulare Räume besitzen, ihre Ökonomie und Gesellschaft zu diversifizieren. Im Vordergrund steht ihr unterschiedliches Potential für die Tourismusindustrie, die beide Inselstaaten seit ihrer Unabhängigkeit prägt. Auffallend sind der gemeinsame Wille und die Fähigkeit demokratische Strukturen zu festigen und Reformprozesse durchzusetzen: a) Mauritius verdeutlicht die Möglichkeiten eines ehemaligen Entwicklungs-landes, Strukturen einer international angesehenen Destination des Ferntourismus mit ökonomischem und gesellschaftlichem Aufbruch zu verbinden. Ein wichtiges Kriterium sind feste staatliche wie planerische Vorgaben, um Modernisierung zu ermöglichen wie voranzutreiben. Dabei stehen insbesondere die infrastrukturelle und bildungspolitische Weiter-entwicklung im Vordergrund. b) Malta kann saisonal wie inhaltlich einschränkenden Massentourismus sukzessive ablegen, der die Insel seit der Unabhängigkeit überprägt hat. Es unterscheidet sich in seinem Modernisierungsprozess und der dadurch hervorgerufenen regionalen Entwicklung deutlich von anderen Regionen im Mittelmeerraum. Die innere Diversifizierung des Tourismussektors wird durch die parallele Wertschöpfung ökonomischer wie sozialer Potentiale begleitet, die gegenwärtig noch nicht abgeschlossen ist. Der Beitritt zur EU 2004 unterstützt die eingeleiteten Modernisierungsmaßnahmen und verstärkt den Druck auf die beteiligten gesellschaftlichen Gruppen. Beide Fallstudien verdeutlichen die Strukturen einer langfristig angelegten ökonomischen Diversifizierung und gesellschaftlichen Modernisierung von räumlich limitierten Inselstaaten. Dabei bahnt sich im Rahmen einer fort-schreitenden innovativen Raumordnung eine Nutzungsoptimierung der insularen Räume an. Die Einzelstudien ermöglichen eine Einschätzung und Bewertung der beteiligten Akteure, ihrer Maßnahmen und der raumrelevanten Folgen, um die Chancen limitierter insularer Räume zu evaluieren, eine ökonomische und gesellschaftliche Diversifizierung zu ermöglichen.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Translated abstract:
    AbstractLanguage
    Abstract: The central concern of the dissertation is the economic and social diversification of sovereign island states with their singular potential and patterns of utilisation for organised tourism. Case studies serve to illustrate the need to diversify and modernise economic and social structures, stressing the effects of the diversification processes on limited insular spaces. These effects testify to the exceptional status characterising these areas in their efforts to bind investments and secure long-term social reform in the face of international competition. It is the aim of this study to sketch out a spatiotemporal development model showing how sovereign island states can best exploit their spatial potential to ensure sustained social and economic development. In the first part of the study a classification is proposed specifying the various forms of island tourism and assigning them to particular spatial types of tourist islands. This classification justifies and explains the choice of case studies. The cases chosen, Mauritius and Malta, serve to illustrate the possibilities available to post-colonial insular areas for diversifying their economies and societies. The chief emphasis is placed on the differing potentials for the tourist industry which have shaped the two island states since they gained their independence. A conspicuous feature of both is their determination and ability to consolidate democratic structures and to implement reform processes. a) Mauritius illustrates how a former developing country can successfully reconcile structures of a long-distance tourist destination of international repute with economic and social reform. An essential prerequisite is clear administrative and planning specifications to authorise and implement modernisation. Persistent improvements in infrastructure and education are of the highest priority here. b) Thanks to an ongoing process of modernisation, Malta has succeeded in dissociating itself from the regional developments in the Mediterranean area and in gradually freeing itself from the seasonal and substantive restrictions of mass tourism, which has been excessively influential in shaping the island since it gained independence. The inner diversification of the tourism sector is accompanied by the parallel exploitation of economic and social potentials, a process which is not yet complete. Malta�s joining the EU in 2004 promotes the modernisation measures initiated and increases the pressure on the social groups involved. Both case studies clearly reveal the processes of a long-term economic diversification programme for spatially limited island states. This opens up the prospect of optimising the exploitation of insular space within the framework of a progressive, innovative land-utilisation scheme. The individual case studies make it possible to ascertain and assess the actors involved, the measures taken, and their effects on the insular spaces, with a view to estimating what prospects limited insular spaces have to promote economic and social diversification.English
    Creators:
    CreatorsEmail
    Schubert, Uweuk.schubert@web.de
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-30718
    Subjects: Geography and travel
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    Inseltourismus , Tourismusinseln , Tourismus , Ökonomie , GesellschaftGerman
    Faculty: Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
    Divisions: Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät > Geographisches Institut
    Language: German
    Date: 2008
    Date Type: Completion
    Date of oral exam: 01 February 2009
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 20 May 2010 10:57:32
    Referee
    NameAcademic Title
    Nipper, JosefProf. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/3071

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