Universität zu Köln

Kupfer(II)-Koordinationspolymere mit Amiden

Pinkert, Ines (2011) Kupfer(II)-Koordinationspolymere mit Amiden. PhD thesis, Universität zu Köln.

[img]
Preview
PDF - Submitted Version
Download (5Mb) | Preview

    Abstract

    Das Ziel dieser Arbeit war es, neue Koordinationspolymere mit Kupfer(II) und biologisch relevanten Liganden herzustellen. Das Ligandenrepertoire bestand aus Isonicotinamid, Isonicotinsäure, Pyrazinamid, Pyrazinsäure, p-Aminobenzamid, 2,2‘-Thiobisacetamid und dem offenkettigen Kryptanden Kryptofix 5. Es gelang im Rahmen der experimentellen Untersuchungen, 15 neue Kristallstrukturen, darunter 14 Koordinationspolymere, den Kupfer(II)-Komplexen hinzuzufügen. Die Charakterisierung erfolgte mittels Röntgenstrukturanalyse und IR-Spektroskopie. Zur weiteren Analyse wurde ESR-Spektroskopie, Absorptionsspektroskopie und magnetische Untersuchungen durchgeführt. Mit den Verbindungen[Cu(Aba)2(EtOH)2](ClO4)2 und [Cu(Aba)2(EtOH)2](BF4)2 konnten die ersten Aminobenzamidkupfer(II)-Komplexe kristallographisch untersucht werden. Neben der interessanten zweidimensionalen Schichtstruktur zeigen sie ungewöhnliche temperaturabhängige ESR-Signale. Die Umwandlung des axialen in ein rhombisches ESR-Signal findet ca. bei 210 K statt und ist reversibel. Die dritte neue Verbindung mit p-Aminobenzamid [Cu2(Aba)2(H2O)3(NO3)3](NO3) ist kein zweikerniger Komplex, sondern es bildet unendliche Ketten mit zwei unterschiedlich koordinierten Kupferionen aus, welche verzerrt trigonal-biypramidal koordiniert sind. Außergewöhnlich sind die Bindungslängen dieser trigonalen Bipyramide, die Bindungen der apikalen Liganden sind nicht elongiert. In allen anderen, mindestens fünffach koordinierten Komplexen dieser Arbeit, ist die typische Jahn-Teller-Verzerrung entlang der apikalen Bindungen zu beobachten. Obwohl Isonicotinamid ein häufig verwendeter Ligand ist, existiert bisher erst eine Verbindung, in der Isonicotinamid verbrückend zwischen zwei Metallionen fungiert. [Cu(Ina)2(NO3)2] besteht aus eindimensionalen Ketten mit fünffach koordinierten Kupferionen. Die bevorzugt einfache Koordination über den Pyridinring spiegelt sich in der Reaktion mit KBr wider: Sobald [Cu(Ina)2(NO3)2] mit KBr verrieben wird, entsteht [Cu(Ina)2Br2]. In dieser Verbindung findet die Verbrückung zu Ketten über die Halogenliganden und nicht über Isonicotinamid statt. Pyrazinamid ist im Zusammenhang mit Kupfer(II) weitaus weniger untersucht worden als Isonicotinamid. Mit [Cu(Pya)(NO3)2] und [Cu(Pya)2](BF4)2 konnte gezeigt werden, dass sich der Chelatligand jedoch sehr gut für die Darstellung von Koordinationspolymeren eignet.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Creators:
    CreatorsEmail
    Pinkert, Inespinkert.ines@gmx.de
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-42416
    Subjects: Chemistry and allied sciences
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    Koordinationspolymere; Komplexchemie; Kupfer(II); AmideGerman
    Amide; coordination chemistry; coordination polymers;English
    Faculty: Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
    Divisions: Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät > Institut für Anorganische Chemie
    Language: German
    Date: June 2011
    Date Type: Publication
    Date of oral exam: 29 January 2011
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 05 Jul 2011 09:33:02
    Referee
    NameAcademic Title
    Meyer, GerdProf. Dr.
    Klein, AxelProf. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/4241

    Actions (login required)

    View Item