Universität zu Köln

Governance and Customary Land Tenure in Peri-Urban Kasoa in Ghana

Nyasulu, Tapiwa Uchizi (2012) Governance and Customary Land Tenure in Peri-Urban Kasoa in Ghana. PhD thesis, Universität zu Köln.

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    Abstract

    In Ghana, like in other Sub Saharan African (SSA) countries, land commands economic as well as social, cultural and political value. Access to land therefore becomes crucial to both government and farmers, given the rapid rate of urbanization with attendant increase in the commodification of land, redefinition of land ownership and tenure arrangements and contestation of rights to land. This study examine the accountability and legitimacy of local chiefs for land management. Using data obtained from questionnaire survey, in-depth interviews, and focus group discussions conducted in five peri-urban communities of Kasoa (a satellite town to the capital Accra) between March 2009 and March 2010, the study focus on cases of conversion of agricultural land to residential lands as a form of reverse land-grabbing in the selected communities. Accountability mechanisms are highlighted in relation to the extent to which chiefs legitimize farm land conversions with customary law; how these actions impact on their subjects’ livelihoods; and how chiefs influence existing state reform initiatives on land administration. The key findings show that while 70% of migrant farmers are more likely to lose land they acquired on arrival, indigenes are equally no longer assured of secured land titles due to an increasing rate of land sales by chiefs and family heads. This practice has largely exacerbated land conflicts in the area. Local controls on land administration by chiefs consist of checks on chiefs administrative powers through a council of elders. However, these elders have been corrupted and abuse their authority to also gain substantial income from land sales. Government and donor initiatives to enhance accountability mechanisms in customary land management, such as the Office of Administrator of Stool lands and the Customary Land Secretariat exist. But chiefs use various means to legitimize their community farmland conversions through, for instance, making reference to outdated customary laws, the adaptation to vagaries of rapid urbanization that is out-stripping the pace of town planning initiatives, profiting from increased attention of selling unused farmland, and the manipulation of the meaning of communal landownership, to foment conflicts in the area. The real losers in the communities are those with little or no employment options outside agriculture. Individuals who have benefited from conversions and the changing livelihoods are the chief or landowners, women and youth acquiring skills in building construction. It is interesting to note that women have been positively affected, though excluded from traditional forms of land ownership, but can access land based on their financial strength. However, prices of foodstuffs have increased as they are now imported from other areas of Ghana.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Translated abstract:
    AbstractLanguage
    In Ghana sowie in den anderen subsaharischen Ländern Afrikas besitzt Land sowohl einen sozialen,kulturellen als auch politischen Wert. Angesichts der rasanten Urbanisierung und des damit verbundenen Anstiegs der Kommodifizierung von Land, der Neudefinition von Landbestitz und Besitzverhältnissen und der Streitigkeiten in der Frage um Eigentumsrechte an Grundstücken wird Zugang zu Land nicht nur für den Staat, sondern auch für die Bauern wichtiger. Diese Studie untersucht die Rechenschaftspflicht und die Legitimität der lokalen Häuptlinge in Bezug auf die Frage des Landmanagements. Basierend auf Daten aus einer Befragung,Tiefeninterviews und Diskussionen mit Zielgruppen, die von März 2009 bis März 2010 in fünf Stadtrandgemeinden in Kasoa (eine Satellitenstadt in die Hauptstadt Accra) durchgeführt wurden, fokussiert die Studie auf Fälle der Umwandlung von Agrarland in Wohnsiedlungen als eine Form des umgekehrten Landraubes in den ausgewählten Gemeinden. Aufgezeigt werden Rechenschaftsmechanismen in Bezug auf das Ausmaß, in dem Häuptlinge Ackerland Konvertierungen im Verhältnis zum Gewohnheitsrecht legitimieren. Wie sich diese Maßnahmen auf die Lebensgrundlage der Betroffenen auswirken, und wie die Häuptlinge die bestehenden, staatlichen Reforminitiativen auf die Landverwaltung beeinflussen, werden verdeutlicht. Die Hauptergebnisse zeigen, dass 70 Prozent der zugewanderten Bauern der Gefahr unterliegen, das erworbene Land wieder zu verlieren. Gleichzeitig verfügen die Einheimischen nicht über Sicherheiten ihrer erworbenen Grundbuchtitel, was sich in zunehmenden Grundstücksverkäufen durch die Häuptlinge und Familienoberhäupter begründet. Diese Praxis hat die Landkonflikte in der Region verschärft. Lokale Kontrollen der Landverwaltung durch die Häuptlinge bestehen aus Prüfungen der administrativen Mächte der Häuptling durch einen Rat der Weisen. Allerdings ist der Ruf dieses Rats erheblich durch Korruptionsvorwürfe geschädigt. Durch Missbräuche seiner Autorität ist er in der Lage, nicht unerhebliche Einnahmen aus Grundstücksverkäufen zu gewinnen. Es existieren staatliche und private Geberinitiativen mit dem Ziel, Mechanismen der Rechenschaftslegung in gewohnheitsrechtlichem Landmanagement zu verbessern. Beispiele sind das Verwaltungsbüro für das so genannte Ghanaische Stool Land und das Gewohnheitslandrecht. Die Häuptlinge verwenden verschiedene Mittel um die Umwandlung von Gemeinschaftsackerland in Siedlungen zu legitimieren. Diese sind: Bezugzunahme auf veraltete Gewohnheitsrechte, unberechenbare Anpassung an beschleunigte Urbanisierung, mit der Stadtplanungsinitiativen nicht mithalten können. Profit aus der erhöhten Nachfrage nach ungenutztem Ackerland und Manipulation der Bedeutung von kommunalen Landbesitz, um Konflikte in der Region zu schüren. Die eigentlichen Verlierer in diesen Gemeinden sind diejenigen mit wenigen oder keinen Arbeitsmöglichkeiten außerhalb der Landwirtschaft. Die größten Gewinner dieser Prozesse und der deshalb veränderten Lebensgrundlage sind die Häuptlinge, die Landbesitzer, die Frauen und die Jugendlichen, die aus dem Baugewerbe Fähigkeiten anwerben können. Es ist interessant zu beobachten, dass Frauen positiv betroffen sind, obwohl sie von der traditionellen Form des Landbesitzes ausgeschlossen sind. Frauen können Zugang zu Land durch eigene finanzielle Kraft erwerben. Nichts desto trotz sind die Lebensmittelpreise angestiegen, weil diese aus anderen Teile Ghanas importiert werden.German
    Creators:
    CreatorsEmail
    Nyasulu, Tapiwa Uchizitapiwa.nyasulu@gmail.com
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-53757
    Subjects: Philosophy
    Social sciences
    Customs, etiquette, folklore
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    Governance, Land tenure, Ghana, Peri Urban, ChieftanicyEnglish
    Faculty: Philosophische Fakultät
    Divisions: Philosophische Fakultät
    Language: English
    Date: 30 April 2012
    Date Type: Publication
    Date of oral exam: 06 July 2012
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 05 Dec 2013 15:24:12
    Referee
    NameAcademic Title
    Bollig, MichaelProf. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/5375

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