Universität zu Köln

Die Bewegung des Absoluten in Hegels „Wissenschaft der Logik“

Huang, Po-Cheng (2015) Die Bewegung des Absoluten in Hegels „Wissenschaft der Logik“. PhD thesis, Universität zu Köln.

[img]
Preview
PDF
Download (2420Kb) | Preview

    Abstract

    Ich verstehe die Bewegung des Absoluten in der „Wissenschaft der Logik“ als eine Wechselwirkung in Form des Wechselbestimmens von Sein und Begriff durch das Wesen, wobei dieses, sofern es als Beziehung bzw. Tätigkeit begriffen werden kann, als vermittelnde Wechselwirkung aufgefasst wird. Diese kommt als letztes Moment der Wesenslogik zum Vorschein, so dass die Vermittlungs-Bedeutung der Wesenslogik statt der Substantialitäts-Bedeutung derselben in den Vordergrund gerückt wird. Anschließend sollte die Lesart der „Wissenschaft der Logik“ so vorgestellt werden, dass sich die Logik statt als in zwei Teile, also in die objektive Logik und die subjektive Logik - man könnte diese jeweils als die Logik der Substantialität und die Logik der Subjektivität verstehen - als in drei Momente, also in das Sein, das Wesen und den Begriff, eingeteilt begreift. Dabei werden zwei Pole, also das Sein und der Begriff, mit ihrer Vermittlung, also dem Wesen, zusammen aufgehellt. Jene werden bei Hegel als zwei Gründe in einem Ganzen der Bewegung betrachtet. Jeder von den beiden stellt sich vermittels Heideggers Terminologie zugleich als eine Leere und eine Fülle, oder zugleich als eine unbestimmte Unmittelbarkeit und eine vermittelte Unmittelbarkeit dar, so dass das Sein mit der Idee zu identifizieren ist, obzwar es zuerst als ein unbestimmtes Unmittelbares gilt, und der Begriff, obzwar er im Kontrast zum Sein das entfaltete Ganze besagt, auch noch als ein bestimmender unbestimmter Anfang, d.h. als die transzendentale Apperzeption, festgestellt wird, die von Hegel als ein allumfassendes, an sich Konkretes umgedeutet wird. Als Resultat der vermittelnden Bewegung stellt sich jeder Pol als eine Fülle dar; als Anfang derselben stellt er sich wiederum als eine Leere dar. Der Anfang ist zugleich das Resultat wie das Resultat zugleich der Anfang ist. Der Anfang und das Resultat konstruieren sich in der Ganzheit zur Wechselseitigkeit von Subjekt und Objekt.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Creators:
    CreatorsEmail
    Huang, Po-Chengpocheng1209@yahoo.com.tw
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-59117
    Subjects: Philosophy
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    HegelUNSPECIFIED
    Wissenschaft der LogikUNSPECIFIED
    Faculty: Philosophische Fakultät
    Divisions: Philosophische Fakultät > Philosophisches Seminar
    Language: German
    Date: 07 January 2015
    Date Type: Publication
    Date of oral exam: 13 November 2014
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 27 Jan 2015 14:01:07
    Referee
    NameAcademic Title
    Bickmann, ClaudiaProf. Dr.
    Düsing, KlausProf. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/5911

    Actions (login required)

    View Item