Universität zu Köln

Das römische Gebäude in der Harlach bei Burgsalach, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Mit Studien zu Toranlagen, Peristylbauten, Kastellarchitekturen, Unterkunfts- und Amtsgebäuden sowie zu nordafrikanischen Gsur

Peuser, Jens (2016) Das römische Gebäude in der Harlach bei Burgsalach, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Mit Studien zu Toranlagen, Peristylbauten, Kastellarchitekturen, Unterkunfts- und Amtsgebäuden sowie zu nordafrikanischen Gsur. PhD thesis, Universität zu Köln.

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    Abstract

    Das römische Steingebäude in der Harlach bei Burgsalach gehört zu den bemerkenswertesten Bauten am Obergermanisch-Raetischen Limes. Nach einer Einführung zum römischen Burgsalach und in die Forschungsgeschichte des Bauwerks folgt eine detaillierte Baubeschreibung. Der Grundriss des Gebäudes ist Ergebnis einer ausgefeilten Bauplanung. Welche Funktion hatte das Gebäude in der Harlach? War es ein Kleinkastell (castellum; praesidium; castra)? Die ältere Forschung bezeichnete es fälschlicherweise als burgus und verglich es mit vermeintlich vergleichbaren nordafrikanischen Gebäuden („Gsur“). Eines dieser Gsur, Gasr Duib, wird inschriftlich als „centenarium“ bezeichnet, was für den Burgsalacher Bau übernommen wurde. Ebenso wurden eine Datierung in die erste Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Chr. und die Errichtung durch eine Abteilung der nordafrikanischen Legio III Augusta daraus abgeleitet. Die archäologische Beweislage hierfür ist aber äußerst dürftig. Zudem darf das Burgsalacher Gebäude nicht in eine Entwicklungslinie vom mittelkaiserzeitlichen Militärlager hin zur spätrömischen Kleinfestung positioniert werden. Im Folgenden wird auf die Ähnlichkeit mit anderen antiken Peristylbauten wie z. B. Peristylhäusern hingewiesen. Viele Gebäude mit Innenhof in Stadt und Land, auch am Limes, wurden von der Forschung als Unterkunftshäuser (praetoria) identifiziert. Auch von der Größe her wäre es gut möglich, das Burgsalacher Gebäude so zu deuten. In Obernburg am Main konnte ein Steinbau mit peristylem Innenhof als Benefiziarierstation identifiziert werden, ein Amtsgebäude für Soldaten mit Sonderfunktionen. Auch dies wäre eine mögliche Deutung für den Burgsalacher Bau.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Creators:
    CreatorsEmail
    Peuser, Jensjenspeu@web.de
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-68930
    Subjects: Military science
    Architecture
    History of ancient world
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    Burgsalach, Kastell; Limes; centenarium; praetorium; castra; Peristyl; Gasr; Gsur; Benefiziarier; mansio; Torbau; burgusUNSPECIFIED
    Faculty: Philosophische Fakultät
    Divisions: Philosophische Fakultät > Archäologisches Institut
    Language: German
    Date: 03 August 2016
    Date Type: Publication
    Date of oral exam: 15 January 2014
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 10 Aug 2016 09:16:08
    Referee
    NameAcademic Title
    Hesberg, Henner vonProf. Dr.
    Fischer, ThomasProf. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/6893

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