Universität zu Köln

Gab es ein mittelalterliches Oelndslag?

Strauch, Dieter Prof. Dr. (2011) Gab es ein mittelalterliches Oelndslag? Saga och Sed. Kungl. Gustav Adolfs Akademiens Arsbok, 2011. pp. 113-135. ISSN 0586-5360

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    Abstract

    Die Insel Öland liegt gegenüber der Stadt Kalmar in der Ostsee. Sie ist 137 Km lang und maximal 16 Kilometer Breit. Ihre Fläche beträgt 13476 km2, sie ist Schwedens zweitgrößte Insel. Seit 1972 verbindet eine Brücke sie mit dem schwedischen Festland. Einer ihrer größten Orte ist der Markt Köpingsvik, zu dem seit dem Mittelalter die Burg Borgholm gehört. In der Nähe besitzt die schwedische Königsfamilie das Schloss Solliden, das sie als Sommerfrische nutzt Der Artikel behandelt die rechtlichen Verhältnisse der Insel im Mittelalter. Sie war damals in zehn Harden eingeteilt, in denen schwedische Adelige größere Güter besaßen. Die Insel hatte einen Rechtsprecher, der zu den einzelnen Thingen der Insel reiste, um Recht zu sprechen, denn ein Landsthing gab es nicht. Die Folge war, dass die Rechtsprechung auf die Orte beschränkt blieb und sich in örtlichen Rechtsgewohnheiten erschöpfte. Fraglich ist, ob es darüber hinaus ein eigenes öländisches Landrecht gab oder ob sich die Insel nach dem benachbarten Ölandslag richtete. Während der schwedische Historiker Sölve Göransson von einem Ölandsrecht ausgeht, sucht der vorliegende Artikel die Anwendung von Östgötalagen zu begründen. Grundlage ist eine königliche Urkunde von 1281, die den öländischen Rechtszug an den östgötischen Rechtsprecher eröffnete.

    Item Type: Article
    Creators:
    CreatorsEmail
    Strauch, Dieter Prof. Dr.dieter.strauch@uni-koeln.de
    Corporate Creators: Institut für Neuere Privatrechtsgeschichte der Universität zu Koeln
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-73933
    Journal or Publication Title: Saga och Sed. Kungl. Gustav Adolfs Akademiens Arsbok
    Publisher: Swedish Science Press, Uppsala
    ISSN: 0586-5360
    Volume: 2011
    Subjects: Geography and history
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    lex patriae, lex consuetudinis, Rechtsprecher, Hardenthing, Landsthing, OelandslagUNSPECIFIED
    Faculty: Rechtswissenschaftliche Fakultät
    Divisions: Rechtswissenschaftliche Fakultät > Institut für neuere Privatrechtsgeschichte, Deutsche und Rheinische Rechtsgeschichte
    Language: German
    Date: 2011
    Date Type: Publication
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 08 Feb 2017 11:57:29
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/7393

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