Universität zu Köln

Die besonders schweren Fälle und Regelbeispiele im Strafgesetzbuch

Horn, Esko (2001) Die besonders schweren Fälle und Regelbeispiele im Strafgesetzbuch. PhD thesis, Universität zu Köln.

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    Abstract

    Die Arbeit untersucht, ob die Strafschärfungsmethode der sogenannten besonders schweren Fälle mit oder ohne Regelbeispiele in der Lage ist, dem Bedürfnis der Strafschärfung über den Grundstrafrahmen hinaus gerecht zu werden. Hierbei stellt sie in ihrem ersten Teil fest, dass die Regelungstechnik mit wesentlichen Verfassungsprinzipien nicht zu vereinbaren ist. Im sich anschließenden zweiten Teil geht sie über das Ergebnis der Verfassungswidrigkeit der geltenden Fassung hinaus und stellt fest, dass die besonders schweren Fälle, entgegen ihrer systematischen Einordnung als Strafzumessungsregeln tatsächlich nichts anderes als die Strafschärfungen der Qualifikationen darstellen. Aus dieser sachlichen Unterschiedslosigkeit ergibt sich weiter die Problematik, dass sich der Gesetzgeber mit dem Belassen der Qualifikationen im Strafgesetzbuch selber widerspricht. Daher sind die besonders schweren Fälle zu entfernen und durch Qualifikationen zu ersetzen. Dem Bedürfnis möglicher Strafmilderungen kann jedoch nicht mittels Privilegierungen, sondern nur über sogenannte offene Generalklauseln nachgekommen werden.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Translated abstract:
    AbstractLanguage
    This paper examines, whether the method of sharpened punishing by using so-called particularly heavy cases with or without rule examples is able, to achieve the need of the sharpened punishing beyond the usual cases. In its first section it determines that this method does not agree with substantial constitution principles. In the following second section the paper goes beyond the result of the unconstitutionality of the valid version and states that the particularly heavy cases, against its systematic classification as fixing of the penalty rules really is nothing different as the sharpening method of the qualifications, but with different constitutional demands. From this material indifference results the further problem that the legislator contradicts himself by leaving the qualifications in the criminal code. Therefore the particularly heavy cases have to be removed and replaced by qualifications. The need of possible mitigations of punishment can be followed however not by means of granting so-called privileges, but only by the use of open general clauses.English
    Creators:
    CreatorsEmail
    Horn, Eskokeine Angabe
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-7608
    Subjects: Law
    Faculty: Rechtswissenschaftliche Fakultät
    Divisions: Rechtswissenschaftliche Fakultät > Keine Angabe
    Language: German
    Date: 2001
    Date Type: Completion
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 11 Jun 2003 11:26:09
    Referee
    NameAcademic Title
    keine Angabe,
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/760

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