Universität zu Köln

Der Einfluss metakognitiver Prozesse auf das Einschlafen

Motz, Barbara Lidia (2017) Der Einfluss metakognitiver Prozesse auf das Einschlafen. PhD thesis, Universität zu Köln.

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    Abstract

    Hintergrund: Sowohl bei der Insomnie als auch bei der Generalisierten Angststörung zeigt sich, dass Betroffene während der Einschlafzeit unter einem erhöhten Ausmaß an Metakognitionen leiden. Da bisherige Studien zur Ausdifferenzierung (meta-) kognitiver Prozesse bei beiden Störungsbildern meist im Labor durchgeführt wurden, fanden die Messungen der vorliegenden Studie in der häuslichen Umgebung der Studienteilnehmer statt. Fragestellung: Es wurde untersucht, welche Auswirkungen die Überzeugung, in der Einschlafzeit mental erregt oder entspannt zu sein, auf die Stimmung, die Einschlaflatenz und das Ausmaß negativer Metakognitionen hat. Methode: An der Studie nahmen 32 Teilnehmer mit sorgenbezogenen Einschlafproblemen und 32 Teilnehmer ohne Schlafprobleme teil. Ihnen wurde ein portables EEG-Messgerät mit nach Hause gegeben, welches vorgeblich ihre Gehirnaktivität während der Nacht maß. In der Einschlafzeit erhielten die Teilnehmer in Form eines Pieptons eine falsche Rückmeldung über den Grad ihrer kognitiven Erregung. Ergebnisse: Die Experimentalgruppe zeigte im Vergleich zur Kontrollgruppe ein höheres Ausmaß an Metakognitionen und Ängstlichkeit in der Einschlafzeit. Des Weiteren führte die Überzeugung, in der Einschlafzeit kognitiv erregt zu sein, zu einem erhöhten Ausmaß an negativen Metakognitionen. Bei Personen mit Schlafproblemen führte zudem die Rückmeldung über mentale Entspannung zu längeren Einschlafzeiten. Diskussion: Die Ergebnisse unterstreichen die Relevanz metakognitiver Prozesse bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Schlafproblemen in der natürlichen Schlafumgebung. Zudem geben die Befunde einen Hinweis darauf, dass Therapiemethoden zur Erweiterung kognitiv-verhaltenstherapeutischer Behandlungstechniken, in denen der Fokus auf prozedurale Aspekte des Denkens gelegt wird, für die Behandlung von Schlafstörungen von Relevanz sein können.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Creators:
    CreatorsEmail
    Motz, Barbara Lidiababsihad@yahoo.de
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-76522
    Subjects: Psychology
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    MetakognitionenGerman
    EinschlafproblemeGerman
    Faculty: Humanwissenschaftliche Fakultät
    Divisions: Humanwissenschaftliche Fakultät > Department Psychologie
    Language: German
    Date: 21 June 2017
    Date Type: Publication
    Date of oral exam: 21 September 2016
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 05 Jul 2017 17:10:26
    Referee
    NameAcademic Title
    Gerlach, AlexanderProf. Dr.
    Stevens, StephanPD Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/7652

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