Welge-Lüßen, Veronika (2025). Analyse der Morphologie der Dehiszenzen nach "Descemet membrane endothelial keratoplasty" (DMEK) bei vorangegangener perforierender Keratoplastik. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Transplantatdehiszenzen nach DMEK (descemetmembrane endothelial keratoplasty) bei Transplantatversagen nach perforierender Keratoplastik mittels optischer Kohärenztomographie des vorderen Augenabschnittes (AS-OCT) zu analysieren. Es wurden retrospektiv AS-OCT-Bilder von 142 Dehiszenzen von 75 Augen, die nach einer DMEK bei dekompensiertem perforierendem Hornhauttransplantat auftraten, ausgewertet. Größe, Tiefe und Lage der Dehiszenzen, sowie die Korrelation mit der Überlappung am Interface (Schnittstelle) zwischen Empfängerhornhaut und Spenderhornhaut von der perforierenden Keratoplastik und der Stufe am Interface wurden bewertet. Die Mehrheit der Patienten war männlich (58,7 %), das Durchschnittsalter betrug 67±13,6 Jahre. Mehrere Dehiszenzen wurden bei 49,3 % der Augen beobachtet. Ein „Rebubbling“, also ein erneutes Einbringen von Luft, war in 72 % der Fälle einmal und in 24 % der Fälle mehrmals erforderlich. Bei den 142 Dehiszenzen wurde in 53,5 % eine Überschreitung des Interfaces festgestellt. Der mediane Abstand des peripheren Randes der Dehiszenzen vom Interface betrug 0,21 mm. Stufen am Interface wurden in 41,5 % festgestellt, wobei 22,5 % der Dehiszenzen das Interface überragten. Bei Dehiszenzen, die das Interface überragten bzw. nicht überragten, wurde kein signifikanter Unterschied in der durchschnittlichen Tiefe (p=0,268) und Größe (p=0,206) festgestellt. Bei Dehiszenzen, die das Interface mit oder ohne Stufe überragten, zeigte die durchschnittliche Tiefe (p=0,23) und die Größe (p=0,196) keinen signifikanten Unterschied. Es wurde kein signifikanter Unterschied in der durchschnittlichen Tiefe (p=0,16) und Größe (p=0,926) der Dehiszenzen zwischen den verschiedenen Stufengrößen festgestellt. Das Auftreten von Dehiszenzen mit oder ohne Stufen am Interface (p=0,8853) und abgestuft nach Stufengröße zeigte keinen signifikanten Unterschied. Größe und Tiefe der Dehiszenz sind unabhängig davon, ob sie das Interface überragen, oder vom Vorhandensein und der Größe der Stufen. Dehiszenzen traten typischerweise in unmittelbarer Nähe des Interfaces auf, was darauf hindeutet, dass das DMEK-Transplantat unabhängig von Unregelmäßigkeiten des Interfaces 0,25 mm zentral von der vorherigen Schnittstelle der perforierenden Keratoplastik platziert werden sollte.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Email
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Welge-Lüßen, Veronika
vwelgelu@smail.uni-koeln.de
UNSPECIFIED
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URN: urn:nbn:de:hbz:38-797380
Date: 2025
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Augenheilkunde > Klinik und Poliklinik für Allgemeine Augenheilkunde
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
DMEK nach perforierender Keratoplastik
German
Hornhauttransplantation
German
Date of oral exam: 11 December 2025
Referee:
Name
Academic Title
Bachmann, Björn
Prof. Dr. med.
Gehlsen, Uta
Dr. rer. nat
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79738

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