Fraatz, Michèle (2026). Analysis of Miro function in dopaminergic neurons contributing to synaptic plasticity in Drosophila melanogaster. PhD thesis, Universität zu Köln.

[thumbnail of Dissertation_Michele_Fraatz_aktuell_fuer_Veroeffentlichung.pdf] PDF
Dissertation_Michele_Fraatz_aktuell_fuer_Veroeffentlichung.pdf

Download (6MB)

Abstract

Early in neurodegenerative disease, changes in synaptic plasticity occur before leading to degeneration of neurons, especially dopaminergic neurons. Mitochondria play an important role for neuronal health and are postulated to be especially important in presynapses, since they supply the synapses with sufficient ATP and control calcium levels, which is important for neurotransmitter release. Mitochondrial Rho-GTPase (Miro) is an outer mitochondrial membrane protein, which is important for several mitochondrial functions. Miro is essential for mitochondrial transport, calcium regulation at the ERMCS, PINK1/Parkin dependent mitophagy, interacts with Tau likely affecting microtubule and regulates mitochondrial and peroxisomal fission and fusion processes. Miro interacts with proteins, like Parkin or Tau, involved in neurodegenerative diseases often affecting dopaminergic neurons. The role of Miro in synaptic plasticity in dopaminergic neurons was investigated. Learning and memory was measured as a readout for alterations in synaptic plasticity in Drosophila. Miro was shown to be a negative regulator for appetitive and aversive STM and a positive regulator for aversive LTM. Appetitive LTM likely was not dependent on Miro in dopaminergic neurons, further underlying the distinct roles of Miro in different sets of dopaminergic neurons. None of the analyzed Miro interaction partners showed similar learning and memory phenotypes as flies with reduced Miro, indicating that Miro’s role in synaptic plasticity is complex and involves several mitochondrial functions. Calcium regulation was shown to be important for aversive LTM since downregulation of Miro or MCU in dopaminergic neurons resulted in memory defects. Exact underlying mechanisms though, are different because downregulation of Miro increased number of synapses formed with some mushroom body parts while downregulation of MCU decreased the number of synapses formed with all mushroom body parts. In 4-5-day-old flies reduction of Miro did not result in neuronal degeneration but increased a Tau induced degeneration of dopaminergic neurons. Overall mitochondrial mass was reduced upon Miro reduction, but overall mitochondrial health was unaltered. Taken together, this thesis was able to show that on a short scale dopaminergic neurons can compensate for dysregulated Miro dependent mitochondrial dynamics. Reduction of Miro might facilitate mitophagy, if mitochondrial mass is reduced, the remaining mitochondria could be more productive and can therefore compensate for the otherwise existing lack of ATP. Even within dopaminergic neurons, different Miro functions are required underlying the complex role of Miro and mitochondria to maintain neuronal health. These results give important insights into the complex mechanisms underlying neurodegenerative diseases.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Translated title:
Title
Language
Analyse der Miro Funktion, die zur synaptischen Plastizität in Drosophila melanogaster beiträgt
German
Translated abstract:
Abstract
Language
Im Frühstadium neurodegenerativer Krankheiten kommt es zu Veränderungen der synaptischen Plastizität, bevor es zur Degeneration von insbesondere dopaminergen Neuronen kommt. Mitochondrien spielen eine wichtige Rolle für die Funktionalität von Neuronen, insbesondre in Präsynapsen, da sie die Synapsen mit ausreichend ATP versorgen und die Kalziumspiegel kontrollieren, was für die Freisetzung von Neurotransmittern wichtig ist. Die mitochondriale Rho-GTPase (Miro) ist ein Protein in der äußeren Mitochondrienmembran, das für mehrere mitochondriale Funktionen wichtig ist. Miro ist für den Transport von Mitochondrien notwendig, die Kalziumregulierung am ERMCS, die PINK1/Parkin abhängige Mitophagie, interagiert mit Tau, was wahrscheinlich die Mikrotubuli beeinflusst und reguliert die Größe von Mitochondrien und Peroxisomen. Miro interagiert mit Proteinen wie Parkin oder Tau, die eine wichtige Rolle bei neurodegenerativen Krankheiten spielen, die häufig dopaminerge Neurone betreffen. Daher wurde die Rolle von Miro bei der synaptischen Plastizität in dopaminergen Neuronen untersucht. Als Indikator für Veränderungen in der synaptischen Plastizität wurden Lernen und Gedächtnis untersucht. Miro erwies sich als negativer Regulator für das appetitive und aversive Kurzzeitgedächtnis und als positiver Regulator für das aversive Langzeitgedächtnis. Das appetitive Langzeitgedächtnis ist in dopaminergen Neuronen wahrscheinlich nicht von Miro abhängig, was die unterschiedliche Rolle von Miro in verschiedenen Gruppen von dopaminergen Neuronen unterstreicht. Keiner der untersuchten Miro Interaktionspartner zeigte ähnliche Lern- und Gedächtnisphänotypen wie Fliegen mit reduziertem Miro, was darauf hindeutet, dass die Rolle von Miro in der synaptischen Plastizität komplex ist und mehrere mitochondriale Funktionen umfasst. Es konnte gezeigt werden, dass die Kalziumregulierung für das aversive Langzeitgedächtnis wichtig ist, da die Herunterregulierung von Miro oder MCU in dopaminergen Neuronen zu Gedächtnisdefekten führte. Die zugrundeliegenden Mechanismen sind jedoch unterschiedlich, da die Herunterregulierung von Miro die Anzahl der Synapsen, die mit Teilen des Pilzkörpers gebildet wurden erhöhte, während die Herunterregulierung von MCU die Anzahl der Synapsen mit allen Teilen des Pilzkörpers verringert. Bei 4-5 Tage alten Fliegen führte die Reduzierung von Miro nicht zu einer neuronalen Degeneration, verstärkte allerdings eine Tau-induzierte Degeneration der dopaminergen Neurone. Die Gesamtmasse der Mitochondrien wurde durch die Herunterregulierung von Miro reduziert, während die Gesundheit der Mitochondrien nicht verändert war. Insgesamt konnte in dieser Arbeit gezeigt werden, dass Neurone eine dysfunktionale Miro-abhängige mitochondriale Dynamik kurzfristig kompensieren können. Eine Reduzierung von Miro könnte die Mitophagie fördern. Im Falle einer reduzierten mitochondrialen Masse, könnten die verbleibenden Mitochondrien produktiver sein und so den ansonsten bestehenden ATP-Mangel ausgleichen. Selbst innerhalb dopaminerger Neuronen hat Miro verschiedene Funktionen, was die komplexe Rolle von Miro und Mitochondrien für die neuronale Gesundheit aufzeigt. Die Ergebnisse dieser Arbeit geben wichtige Einblicke in die komplexen Mechanismen, die neurodegenerativen Erkrankungen zugrunde liegen.
UNSPECIFIED
Creators:
Creators
Email
ORCID
ORCID Put Code
Fraatz, Michèle
michele.fraatz@gmail.com
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-797432
Date: 2026
Language: English
Faculty: Faculty of Mathematics and Natural Sciences
Divisions: Faculty of Mathematics and Natural Sciences > Department of Biology > Zoologisches Institut
Subjects: Life sciences
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Drosophila melanogaster
English
Neuronal plasticity
English
Miro
English
Date of oral exam: 7 October 2025
Referee:
Name
Academic Title
Scholz, Henrike
Professor
Kloppenburg, Peter
Professor
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79743

Downloads

Downloads per month over past year

Export

Actions (login required)

View Item View Item