Martin, Maximilian ORCID: 0009-0005-0234-4338 (2025). Konservative oder operative Behandlung des Plica mediopatellaris Syndroms am Kniegelenk. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Konservative oder operative Behandlung des Plica mediopatellaris Syndroms am Kniegelenk.pdf

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Abstract

Kniegelenkschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates und betreffen etwa 15 % aller Menschen mit Gelenkbeschwerden. Aufgrund der komplexen Struktur des Kniegelenks und der Vielzahl möglicher Ursachen erfordert die Diagnosestellung eine umfassende klinische und apparative Untersuchung. Eine wichtige, aber häufig übersehene und gleichzeitig bisher gering erforschte Differentialdiagnose für vordere Knieschmerzen, insbesondere bei jüngeren Patienten, ist das Plica mediopatellaris Syndrom. Diese synoviale Falte, die physiologischerweise asymptomatisch ist, kann bei pathologischen Veränderungen durch mechanische Irritation oder entzündliche Prozesse zu Schmerzen und funktionellen Einschränkungen führen. Zur Diagnostik stehen klinische Test aber auch die apparative MRT-Diagnostik zur Verfügung. Ziel dieser Dissertation war es, die konservative und operative Behandlung des Plica mediopatellaris Syndroms zu vergleichen. Dazu wurde eine retrospektive Studie mit 78 Kniegelenken von 75 Patienten durchgeführt. Diese Patienten wurden anhand des KOOS-Fragebogens (Knee Injury and Osteoarthritis Outcome Score) ausgewertet. Zunächst wurde zwischen den Behandlungsoptionen konservativ und operativ, später weiterhin in Subgruppen Geschlecht, Alter und Plicaklasse nach Sakakibara unterschieden. Die Ergebnisse zeigen, dass die konservative Behandlung, insbesondere bei niedriggradigen Plicaveränderungen (Klassen A und B nach Sakakibara), in den meisten KOOS-Kategorien, wie Symptomen und Alltagsaktivitäten, signifikant bessere Ergebnisse erzielte. Die operative Therapie war hingegen bei Patienten mit höhergradigen Veränderungen (Klassen C und D) und bei anhaltenden Beschwerden nach konservativer Behandlung die effektivere Wahl. Jüngere Patienten unter 30 Jahren profitierten häufiger von konservativen Maßnahmen, während ältere Patienten über 30 Jahren vermehrt operativ behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass keine signifikanten Unterschiede im Outcome zwischen den konservativ und operativ behandelten Patientengruppen festgestellt werden konnten. Beide Therapiegruppen erzielten insgesamt vergleichbare Ergebnisse, wobei die konservative Therapie in den meisten KOOS-Kategorien geringfügig überlegen war. Subgruppenanalysen zu Geschlecht, Alter und Plicaklasse zeigten ebenfalls keinen signifikanten Einfluss auf das Outcome und keinen signifikanten Unterschied der beiden Behandlungsoptionen. Zusammenfassend deutet diese Arbeit darauf hin, dass sowohl die konservative als auch die operative Behandlung des Plica mediopatellaris Syndroms wirksame Optionen darstellen. Die konservative Therapie kann jedoch als bevorzugte Erstlinientherapie betrachtet werden, insbesondere bei weniger ausgeprägten Plicaveränderungen. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer individuellen Therapieentscheidung, basierend auf klinischen und bildgebenden Befunden sowie den Präferenzen des Patienten.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
Creators
Email
ORCID
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Martin, Maximilian
martin.maximilian@outlook.de
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-798032
Date: 2025
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Orthopädie > Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Plica mediopatellaris Syndrom
German
Knieschmerz
German
Plicaklassifikation nach Sakakibara
German
Date of oral exam: 19 December 2025
Referee:
Name
Academic Title
Oppermann, Johannes
Prof. Dr.
Barham, Mohammed
PD Dr.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79803

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