Antwerber, Christine ORCID: 0009-0007-2074-4313 (2026). Analyse des Einflusses der Intubationserfahrung auf das Intubationsergebnis unter schwerelosigkeitsähnlichen Bedingungen anhand einer randomisierten Studie mit Rettungsdienstmitarbeitern. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Mit Ausbau des Weltraumtourismus und weiter entfernteren Weltraumreisen werden medizinische Notfälle immer präsenter. Die Atemwegssicherung nimmt hierbei eine besondere Stellung ein, da diese nicht telemedizinisch oder verzögert zu bewältigen ist. Um hierauf vorbereitet zu sein und herauszufinden, wie viel Übung zur suffizienten Atemwegssicherung ein Crewmitglied benötigt, wird in dieser Arbeit untersucht, wie eine Probandengruppe, bestehend aus 20 Rettungsdienstmitarbeitenden, in Abhängigkeit ihrer Vorerfahrung, im Umgang mit verschiedenen Atemwegshilfen abschneidet. In einer doppelt-randomisiert kontrollierten Studie wird sowohl die Anwendung einer Larynxmaske, eines Larynxtubus, als auch der endotrachealen Intubation mit einem konventionellen Laryngoskop und einem Videolaryngoskop unter Einfluss der Schwerkraft und in simulierter Schwerelosigkeit untersucht. Die Schwerelosigkeit wird durch einen frei-schwebenden Mannequin in einem Schwimmbecken simuliert. Jeder Proband erhält bis zu drei Versuchsdurchläufe, bei denen die Zeit bis zur erfolgreichen Einlage von Maske oder Tubus gemessen wird. Den primären Endpunkt stellt die erfolgreiche Anwendung der Atemwegshilfen dar. Der sekundäre Endpunkt ist durch die Limitation der Versuchsdurchläufe bedingt. Die Probanden wurden anhand der angegebenen Vorerfahrung zur differenzierten Auswertung in drei bzw. vier verschiedene Erfahrungsstufen (sog. Erfahrungsränge) eingeteilt. Die größte Vorerfahrung besaßen sie durchschnittlich in der Anwendung der Larynxmaske sowie des Larynxtubus, dagegen gaben sie kaum Vorerfahrung in der Verwendung des Videolaryngoskops an, weswegen dieser Teil mit nur drei Erfahrungsstufen ausgewertet wurde. Die Larynxmaske und der Larynxtubus zeigten sich in beiden Versuchsteilen als am schnellsten anzuwenden. Die erhobenen Zeiten für die konventionelle endotracheale Intubation und die Anwendung des Videolaryngoskops liegen unter simulierter Schwerelosigkeit deutlich über den Zeiten der supraglottischen Atemwegshilfen. Beide zeigten in der Auswertung eine signifikante zeitliche Verbesserung bei größerer Erfahrung. Für die Larnyxmaske ergaben sich in beiden Versuchsteilen keine deutlichen Differenzen in Abhängigkeit der Erfahrung. Die Auswertung des Larynxtubus zeigte unter simulierter Schwerelosigkeit ausschließlich für den mittleren Erfahrungsrang eine signifikante Verbesserung. Für alle Atemwegshilfen und beide Versuchsteile ergaben sich keine signifikanten Unterschiede in den benötigten Versuchsdurchläufen. Vor allem die Anwendung des Videolaryngoskops gestaltete sich für die Probanden als herausfordernd, da insgesamt 62,5% der Versuche unter Schwerelosigkeit nach dem dritten Durchlauf als insuffizient gewertet wurden. Da die Probanden dort allerdings auch die geringste Vorerfahrung aufwiesen, sind zukünftig Untersuchungen hierzu mit einer breiter verteilten Probandengruppe notwendig. Insgesamt zeigten sich die supraglottischen Atemwegshilfen als einfach und bereits ohne Vorerfahrung schnell und suffizient anwendbar.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
Creators
Email
ORCID
ORCID Put Code
Antwerber, Christine
christine.antwerber@uk-koeln.de
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-798696
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin > Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Atemwegssicherung
German
Schwerelosigkeit
German
Intubation
German
Date of oral exam: 7 January 2026
Referee:
Name
Academic Title
Steinbicker, Andrea Ulrike
Prof.
Eifinger, Frank
Prof.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79869

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