Siebert, Valerie (2026). Gewebs-Mosaike mit mitochondrialen DNA-Mutationen bei kardialen Arrhythmien im Alterungsprozess. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Das Vorhofflimmern (VHF) ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung und betrifft rund 2% der deutschen Gesamtbevölkerung. Mit zunehmendem Alter steigt die Inzidenz deutlich an, sodass aufgrund demografischer Entwicklungen zukünftig mit einer hohen Relevanz der Erkrankung für das gesamte Gesundheitssystem und auch durch den hohen Leidensdruck für die Betroffenen selbst zu rechnen ist. Obwohl die genauen Mechanismen des VHF seit langem Thema der Forschung sind, sind die komplexen pathophysiologischen Grundlagen der Arrhythmie weiterhin teilweise ungeklärt. Insbesondere die Beteiligung mitochondrialer Defekte an der Entstehung und Aufrechterhaltung von VHF sind bisher kaum untersucht worden. In früheren Studien wurde nachgewiesen, dass es im Alterungsprozess in verschiedenen Geweben zu einer mitochondrialen Dysfunktion kommt. Bei genauerer Betrachtung wurde gezeigt, dass sich ein Mosaik bildet aus einzelnen Zellen mit schwerer mitochondrialer Dysfunktion, eingebettet in normales Gewebe. Im Mausmodell konnte nachgewiesen werden, dass ein solches Gewebe-Mosaik im Myokard das Auftreten altersabhängiger Arrhythmien begünstigt. In diesem Promotionsprojekt sollte nun dieser Befund an menschlichen Herzproben getestet werden. Dazu wurden Vorhofohrproben von Patient*innen mit paroxysmalem VHF bzw. persistierendem VHF verglichen. Die Hypothese war, dass paroxysmales VHF auf kleinen definierten Foci, persistierendes VHF dagegen auf einem Gewebe-Mosaik beruht. Die Proben wurden mittels Cytochrom-c-Oxidase (COX)/Succinatdehydrogenase (SDH)-Enzymfärbung behandelt, um Kardiomyozyten mit mitochondrialer Dysfunktion darzustellen. Anschließend erfolgte eine Quantifizierung dieser Kardiomyozyten. Diese Ergebnisse und die klinischen Parameter der Patient*innen wurden auf einen statistisch signifikanten Zusammenhang untersucht. Es konnte in dieser Studie keine signifikante Korrelation zwischen dem altersabhängigen Auftreten von mtDNA (mitochondriale DNA) Deletionen und dem Vorliegen von VHF in diesen beiden Gruppen festgestellt werden. Eine Erklärung hierfür könnte die Wahl der Kontrollgruppe mit Proband*innen mit paroxysmalem VHF sein. In einer Folgearbeit sollten als Kontrollgruppe Proben von Patient*innen ohne VHF genutzt werden.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Siebert, Valerie
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
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URN: urn:nbn:de:hbz:38-799373
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Physiologie und Pathophysiologie > Zentrum für Physiologie und Pathophysiologie
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
kardiale Arrhythmie, Vorhofflimmern, mitochondriale DNA-Mutationen, mtDNA, mtDNA-Defekte, Mitochondrien
German
Date of oral exam: 12 January 2026
Referee:
Name
Academic Title
Wiesner, Rudolf
Universitätsprofessor Dr. rer. nat.
Steven, Daniel
Universitätsprofessor Dr. med.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79937

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