Hurst, Anke (2026). Zeitumstellungen (Sommerzeit/Normalzeit) und Risiken für akute Myokardinfarkte: Ein systematischer Literatur-Review mit umfassenden Metaanalysen. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Seit mehr als einhundert Jahren existiert die zweimal jährlich stattfindende Zeitumstellung. Dabei wird die Uhr in Deutschland zur Frühjahrsumstellung am letzten Sonntag im März um eine Stunde vorgestellt, wenn die sogenannte „Sommerzeit“ (Englisch: Daylight Saving Time, DST) beginnt, zur Herbstumstellung am letzten Sonntag im Oktober wird sie wiederum um eine Stunde auf die Normalzeit oder sogenannte „Winterzeit“ zurückgestellt. So alt wie die Zeitumstellungen selbst sind auch Überlegungen und Bedenken zu möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen. Im Jahr 2008 erschien die erste epidemiologische Studie von Janszky und Ljung aus Schweden zum Zusammenhang zwischen den Zeitumstellungen und den Risiken für akute Myokardinfarkte. Dabei wurde die Inzidenz von Myokardinfarkten während eines zuvor festgelegten Indexzeitraumes direkt nach der Zeitumstellung mit der Inzidenz in derselben Population während eines Referenzzeitraumes verglichen. Es zeigte sich eine statistisch signifikante Risikozunahme um circa 5 % für die erste Woche nach der Zeitumstellung im Frühjahr aber keine statistisch signifikante Risikoänderung für die Woche nach der Zeitumstellung im Herbst. Es folgten weitere Publikationen aus verschiedenen Ländern und eine erste Metaanalyse von Manfredini et al. (2019) auf der Grundlage von sieben Studien, welche die Ergebnisse von Janszky und Ljung weitgehend bestätigte. In Diskussionen und Beiträgen zum Thema der Zeitumstellungen wird immer wieder Bezug auf diese Ergebnisse genommen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, systematisch die aktuelle Evidenz zusammenzutragen, um so die Datengrundlage im Vergleich zur ersten Metaanalyse von 2019 zu erweitern und gegebenenfalls zu verbessern. Folgende Forschungsfragen sollten beantwortet werden: 1.) Ist die wissenschaftliche Evidenz zum Zusammenhang zwischen Zeitumstellungen und dem Risiko für akute Myokardinfarkte konsistent und welche Gesamteffekte können aus den Studien abgeleitet werden? 2.) Welche Ursachen liegen der Heterogenität zwischen einzelnen Studien zu Grunde? 3.) Wie können zukünftige Studien mit angemessener Aussagekraft durchgeführt werden? Nach einer umfassenden systematischen Literaturrecherche in acht sowohl medizinischen als auch fachübergreifenden Datenbanken erfolgte die Auswahl der Studien anhand der Einschlusskriterien. Die strukturierte Qualitätsbeurteilung der Studien wurde mittels einer angepassten Newcastle-Ottawa-Skala durchgeführt. Zusätzlich wurden die berichteten Daten auf Plausibilität geprüft und in der Folge mehrere Autoren kontaktiert, um Unklarheiten oder Widersprüche aufzulösen. Im Unterschied zur Metaanalyse von 2019 wurde eine Studie mit überlappendem Datensatz identifiziert und von der Analyse ausgeschlossen, zudem wurden Sensitivitätsanalysen nach Herausnahme einer auffälligen Studie aufgrund von Widersprüchen in den berichteten Ergebnissen durchgeführt. Insgesamt konnten zwölf Studien in die Hauptanalyse eingeschlossen werden, hiervon drei Studien von guter Qualität und neun Studien von angemessener Qualität. Es folgten Metaanalysen der eingeschlossenen Studien und von Subgruppen der Studien mit sich unterscheidenden Merkmalen im Studiendesign, zudem Re-Analysen der Metaanalyse von 2019 sowie Metaregressionen zur Frage, ob Einflüsse von Kovariablen identifizierbar waren. Die Metaanalysen aller zwölf eingeschlossenen Studien zeigten für die Zeitumstellung im Frühjahr ein statistisch signifikant erhöhtes relatives Risiko (RR) bei moderater bis relevanter und statistisch signifikanter Heterogenität: 1,044 ([1,015; 1,073], I 2 : 57,3 %, p = 0,007). In der Sensitivitätsanalyse nach Herausnahme der als auffällig identifizierten Studie zeigte sich ein ähnlicher Gesamteffekt mit weiterhin moderater Heterogenität. Für die Zeitumstellung im Herbst zeigte sich weder eine Risikoerhöhung noch ein Risikorückgang bei relevanter und statistisch signifikanter Heterogenität: 1,018 ([0,989; 1,048], I 2 : 56,9 %, p = 0,008). In der Sensitivitätsanalyse ohne die Studie mit Inkonsistenzen zeigte sich bei ähnlichem Gesamtschätzer (dem kombinierten Schätzwert der eingeschlossenen Studien) nach der Herbstumstellung bemerkenswerterweise keine bedeutende Heterogenität mehr: 1,004 ([0,985; 1,022], I 2 : 17,1%, p = 0,281). Trotz zahlreicher Analysen konnten weitere Ursachen für die beobachtete Heterogenität im Frühjahr nicht identifiziert werden. Zusammenfassend zeigt der vorliegende systematische Review mit umfassenden Metaanalysen, dass in den Wochen unmittelbar nach der Frühjahrsumstellung eine Erhöhung des Myokardinfarktrisikos um circa 4 % besteht, jedoch mit Einschränkung hinsichtlich der Übertragbarkeit aufgrund einer relevanten Heterogenität zwischen den Studienergebnissen. Für das Ergebnis eines unveränderten Risikos nach der Zeitumstellung im Herbst ist die Studienlage nach Herausnahme einer Studie mit Inkonsistenzen homogen. Um unverzerrte Schätzungen zu erhalten und belastbare Aussagen zum tatsächlichen Risiko für akute Myokardinfarkte auch nach der Zeitumstellung im Frühjahr treffen zu können, werden mehr qualitativ hochwertige Studien benötigt. Ein wichtiges Ergebnis der vorliegenden Arbeit war diesbezüglich die Identifikation dreier Studien aus dem wirtschaftswissenschaftlichen Bereich mit wegweisenden Studiendesigns. Sie wandten als statistische Methode die für die Zeitumstellungen speziell geeignete Diskontinuitätsregression an, zudem wurde die Dauer der Index- und Referenzzeiträume statistisch anhand der vorliegenden Daten bestimmt und nicht willkürlich festgelegt wie bei Studien aus dem medizinischen Bereich. Außerdem führten die Autoren vergleichende Diskontinuitätsregressionen auf etwaige Risikoänderungen auch an Orten und zu Zeitpunkten ohne Zeitumstellungen durch (sogenannte Placebountersuchungen), um die Kausalität der nach den Zeitumstellungen beobachteten Effekte zu untersuchen. Die Studiendesigns dieser qualitativ hochwertigen Studien können als Vorbild für die Durchführung zukünftiger aussagekräftiger Studien dienen.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Hurst, Anke
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
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URN: urn:nbn:de:hbz:38-799657
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Arbeitsmedizin > Institut und Poliklinik für Arbeitsmedizin, Umweltmedizin und Präventionsforschung
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Zeitumstellung
German
Sommerzeit
German
Winterzeit
German
Myokardinfarkt
German
Metaanalyse
German
Review
German
Standardzeit
German
Herzinfarkt
German
Normalzeit
German
Daylight saving Time
English
Myocardial infarction
English
DST
English
Meta-analysis
English
Date of oral exam: 15 January 2026
Referee:
Name
Academic Title
Erren, Thomas C.
Universitätsprofessor Dr. med.
Homsi, Rami
Privatdozent Dr. med.
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Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79965

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