Houben, Laura
(2026).
Topografische Beziehung der Arteria poplitea zur Tibia in Abhängigkeit des Beugegrades bei hoher proximaler Tibiaosteotomie.
PhD thesis, Universität zu Köln.
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Abstract
Die Behandlung einer Achsdeformität der unteren Extremität mit Hilfe einer Umstellungsosteotomie ist ein etabliertes Verfahren zur Prophylaxe der Gonarthrose, welches immer häufiger bei jungen, sportlich aktiven Patient:innen angewendet wird. Die aufklappende Technik hat sich bei der hohen tibialen Osteotomie als Methode der Wahl durchgesetzt. Bei dieser Operation besteht das Risiko, die Arteria poplitea in der Kniekehle durch die horizontale Osteotomie oder die Eröffnung des Osteotomiespalts mittels Meißel zu verletzen. Dies kann einerseits zu einer intraoperativen Blutung und andererseits zu einer Vielzahl von postoperativen Komplikationen führen. Somit ist es maßgeblich, dieses Risiko so gering wie möglich zu halten. Der Einfluss der intraoperativen Lagerung des Beines auf das Verletzungsrisiko wird in der Literatur immer wieder diskutiert. Die Ergebnisse sind jedoch kontrovers und es kann keine endgültige Handlungsempfehlung abgeleitet werden. In der vorliegenden Arbeit wurden 17 Humankniegelenkspräparate mittels Computertomographie in 0°, 30°, 60° und 90° Beugung untersucht. Anschließend wurde anhand der angefertigten Bilder der Abstand der Arteria poplitea zur Tibiahinterkante auf zwei verschiedenen Höhen entsprechend der gängigen Osteotomiehöhen (genannt Distanz 1 und 2) distal des Tibiaplateaus ausgemessen. Im Mittelwertvergleich konnte keine Signifikanz für den Unterschied des Abstands zwischen Arterie und Tibia, in Abhängigkeit von den oben genannten vier Beugegraden, nachgewiesen werden. Zwar konnte ein Trend zum größten Abstand zwischen Arterie und Tibia in 90° Beugung auf Höhe von Distanz 1, sowie in 0° Lagerung auf Höhe von Distanz 2 beobachtet werden, dieser ist jedoch aufgrund der sehr kleinen absoluten Abstandwerte von fraglicher klinischer Relevanz. Eine Korrelation zwischen zunehmendem Beugegrad und Abstand war nicht erkennbar. Um eine mögliche relevante intraindividuelle Lagevarianz der A. poplitea zu untersuchen, wurden zudem rechte und linke Kniegelenke derselben Körperspender:innen verglichen. Hier konnte kein signifikanter Unterschied der Abstände im Rechts-Links-Vergleich in den unterschiedlichen Lagerungspositionen nachgewiesen werden. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie unterstreichen die Relevanz der standardisierten Anwendung weiterer Schutzmaßnahmen für die Arterie während der Durchführung einer aufklappenden hohen tibialen Osteotomie. Dazu gehören das Einsetzen von Retraktoren, der Winkel des Sägeschnitts oder die präoperative Anfertigung einer Magnetresonanz- tomographie, um Lagevarianten der Arteria poplitea zu antizipieren und das Verletzungsrisiko zu minimieren.
| Item Type: | Thesis (PhD thesis) |
| Creators: | Creators Email ORCID ORCID Put Code Houben, Laura laura5793@web.de UNSPECIFIED UNSPECIFIED |
| URN: | urn:nbn:de:hbz:38-800577 |
| Date: | 2026 |
| Language: | German |
| Faculty: | Faculty of Medicine |
| Divisions: | Faculty of Medicine > Orthopädie > Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie |
| Subjects: | Medical sciences Medicine |
| Uncontrolled Keywords: | Keywords Language Hohe proximale Tibiaosteotomie; Arteria poplitea; Achsdeformität; intraoperative Lagerung bei HTO; Lagevarianz der Arteria poplitea German Open wedge high tibial osteotomy; popliteal artery; varus knee English |
| Date of oral exam: | 2 February 2026 |
| Referee: | Name Academic Title Oppermann, Johannes Prof. Dr. med. Köhler, Christoph PD Dr. med. |
| Refereed: | Yes |
| URI: | http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/80057 |
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