Universität zu Köln

De-Institutionalisieren: Konzeptionen, Umsetzungsmöglichkeiten und Perspektiven zwischen fachwissenschaftlichem Anspruch und institutioneller Wirklichkeit

Weber, Erik (2004) De-Institutionalisieren: Konzeptionen, Umsetzungsmöglichkeiten und Perspektiven zwischen fachwissenschaftlichem Anspruch und institutioneller Wirklichkeit. PhD thesis, Universität zu Köln.

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    Abstract

    De-Institutionalisieren: Konzeptionen, Umsetzungsmöglichkeiten und Perspektiven zwischen fachwissenschaftlichem Anspruch und institutioneller Wirklichkeit Die Dissertation zu dem Thema �De-Institutionalisieren: Konzeptionen, Umsetzungsmöglich-keiten und Perspektiven zwischen fachwissenschaftlichem Anspruch und institutioneller Wirklichkeit� gliedert sich in drei große Teile: In Teil I wird zunächst in einer Problemskizze die Notwendigkeit des De-Institutionalisierens im Sinne der Eröffnung alternativer und neuer Möglichkeitsräume für Menschen, die wir �geistig behindert� nennen und die in (Groß-)Einrichtungen leben, betont. Sodann werden Konzeptionen des De-Institutionalisierens benannt, indem historische, para-digmatische, und methodologische Impulse für dieses Themenfeld erarbeitet werden. Die historischen Impulse werden aus den Gedanken und Erkenntnissen Itards und Séguins her-aus gearbeitet, die paradigmatischen Impulse aus der Kulturhistorischen Schule bzw. der Defektologie Vygotskijs und die methodologischen Impulse aus der Materialistischen Behin-dertenpädagogik (Jantzen). Jedes dieser Kapitel schließt mit einer zusammenfassenden Darstellung des Beitrags der genannten Autoren zu einer Konzeption des De-Institutionalisierens. Teil II der Arbeit ist die Dokumentation eines vom Autor durchgeführten Beratungs- und Fort-bildungsprojekts in einer Großeinrichtung der Behindertenhilfe. In diesem Projekt wurden in einer ausgewählten Wohngruppe der Institution Umsetzungsmöglichkeiten des De-Institutionalisierens erarbeitet. Die in Teil I der Arbeit dargestellten wissenschaftstheoreti-schen Konzeptionen wurden dabei in die Themen, die im Projekt vermittelt worden sind, transformiert. Das dokumentierte Projekt setzte sich aus drei Arbeitsphasen zusammen: Phase I bestand aus der Konzeption und Durchführung von fünf Workshops für die Mitarbeiterinnen der aus-gewählten Gruppe. Phase II bestand aus vom Autor durchgeführten Teilnehmenden Beo-bachtungen und Videoanalysen des Gruppenalltags, die später zusammen mit den Mitarbei-terinnen ausgewertet wurden. Am Ende des Projekts hat der Autor mittels Problemzentrierter Interviews den Prozess des durchgeführten Projekts reflektieren lassen (Phase III). Die Auswertung dieser Interviews mittels der Qualitativen Inhaltsanalyse bildet den Abschluss der Dokumentation des durchge-führten Projekts. Eine zusammenfassende Beurteilung des Projekts beendet den zweiten Teil der Arbeit. Teil III der Arbeit setzt sich abschließend mit der Auswertung des Gesamtkomplexes der in der Arbeit diskutierten Themen auseinander, indem Perspektiven des De-Institutionalisierens aufgezeigt werden Es wird eine Transformation der Erkenntnisse, die im ersten Teil der Arbeit ausgebreitet wurden und der Erkenntnisse, die sich durch das Beratungs- und Fortbildungsprojekt aufge-tan haben, auf eine allgemeine Ebene getätigt. Unter der Überschrift Innovieren � Transfor-mieren � Realisieren wird letztlich der Gesamtkomplex der in der vorliegenden Arbeit disku-tierten Inhalte zusammengefasst, um aus allen berücksichtigten Aspekten (das sind: theore-tische Grundlegung aus Teil I; gewonnene Kategorien und Erkenntnisse aus dem Projekt in Teil II und Möglichkeiten der Aufhebung kultureller, sprachlicher und dialogischer Isolation, die zu Beginn des dritten Teils erörtert werden) grundlegende Bausteine für eine erweiterte Konzeption des De-Institutionalisierens zusammen zu stellen. Dabei wird dargestellt, was wir für innovativ erachten (Innovieren), dies wird auf eine allgemeine Ebene transformiert (Transformieren) und schließlich werden Schritte für eine Realisation im Sinne einer praxistaugli-chen Konzeption des De-Institutionalisierens aufgezeigt (Realisieren).

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Creators:
    CreatorsEmail
    Weber, Erikweber@wohn-mobil-koeln.de
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-13051
    Subjects: Education
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    Deinstitutionalisierung; Materialistische Behindertenpädagogik; Kulturhistorische Schule; Defektologie; AssistenzGerman
    DeinstitutionalizationEnglish
    Faculty: Heilpädagogische Fakultät
    Divisions: Heilpädagogische Fakultät > Seminar für Geistigbehindertenpädagogik
    Language: German
    Date: 2004
    Date Type: Completion
    Date of oral exam: 25 July 2004
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 01 Dec 2004 09:06:51
    Referee
    NameAcademic Title
    Dreher, WaltherProf. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/1305

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