Schulze, Constanze (2004) Konstruktion - Kommunikation - Therapie. Studien zur systemtheoretischen Grundlegung der Kunsttherapie. PhD thesis, Universität zu Köln.
Abstract
Anhand der Darstellung ausgewählter systemtheoretisch-konstruktivistischer Konzepte wird im Rahmen der vorliegenden Studien die erkenntnistheoretische Bedeutung von �System� im Hinblick auf die Möglichkeiten der Erfassung und Beschreibung unterschiedlicher Systeme und Systemebenen, als interdisziplinär anwendbares, wissenschaftstheoretisches Instrumentarium herausgearbeitet (Teil I). Dahinter steht das zentrale Ziel, unter besonderer Berücksichtigung der systemischen Kommunikationstheorie von Niklas Luhmann (Teil II), die im Bereich der Kunsttherapie aufeinander bezogenen Systeme �Kunst� und �Therapie� auf einer homogenen wissenschaftlichen Basis betrachten zu können. Aus praxisbezogener Sicht bietet das inzwischen gut ausgebaute systemische Denken in unterschiedlichen therapeutischen und (heil-)pädagogischen Bereichen, wie exemplarisch anhand verschiedener Ansätze und Interventionsformen systemischer Familientherapie aufgezeigt (Teil III), ein Spektrum an Paradigmen, die für die bislang systemisch noch wenig ausgebaute Disziplin der Kunsttherapie in modifizierter Form übertragbar sind. Vor diesem Hintergrund werden theoretische und methodische Aspekte aufeinander bezogen und in Bezug auf eine systemisch orientierte Kunsttherapie differenziert herausgestellt (Teil IV), die für eine angemessene Bestimmung des komplexen Gegenstandsbereiches �Kunsttherapie�, sowie für die Modellierung und Reflexion der Wirksamkeiten künstlerisch-ästhetischer Medien in spezifischen Behandlungskontexten im Sinne der Weiterentwicklung zukünftiger Forschung fundamental sind.
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