Universität zu Köln

Religiös motivierte Auswanderung von Schweden nach Palästina zwischen 1860 und 1914. Zu den historischen Hintergründen von Selma Lagerlöfs Roman "Jerusalem".

Haaß, Claudia (2009) Religiös motivierte Auswanderung von Schweden nach Palästina zwischen 1860 und 1914. Zu den historischen Hintergründen von Selma Lagerlöfs Roman "Jerusalem". PhD thesis, Universität zu Köln.

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    Abstract

    Emigration hat ganz Skandinavien ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bis hin zum 1. Weltkrieg massiv tangiert. Mit der vorliegenden Arbeit werden erstmals im Rahmen der deutschsprachigen Skandinavistik die Hintergründe von Selma Lagerlöfs Roman �Jerusalem� untersucht und die religiös motivierte Auswanderung von Schweden ins Heilige Land zwischen 1860 und 1914 thematisiert. Bei der Recherche in den demographischen Jahreserhebungen, den Kirchenbüchern und den Auswandererverzeichnissen wurde zum einen deutlich, daß die insgesamt 67 eruierten Personen ihre Heimat ohne ersichtliche Ausnahme christlich motiviert verließen und sie im wesentlichen in drei Interessensgruppen gegliedert werden können: In den Jahren 1871 bis 1878 emigrierten 14 Personen zumeist mit Templer-Hintergrund nach Palästina. Die nächste Gemeinschaft bilden die Personen aus Nås/ Dalarna, deren Auswanderung bisher durch die literarische Verarbeitung Selma Lagerlöfs die meiste Aufmerksamkeit bekam. In der Zeit ab 1902 trifft man auf die dritte Gruppe, die ausschließlich Mitarbeiter der Svenska Jerusalemförening umfaßt, welche in Jerusalem und Bethlehem ihre medizinischen und schulischen Tätigkeitsfelder aufbaute. Der Lebensweg eines jeden Emigranten vor und nach seiner Auswanderung wurde, so weit es die Analyse zuließ, vollständig und detailliert rekonstruiert. Bei der Gesamtanalyse wurde darüber hinaus deutlich, daß viele der bisher in Schweden bestehenden Thesen zu den Lebensumständen der ehemaligen Dalarkiner in der Jerusalemer American Colony anhand der erfolgten Forschung zu widerlegen sind. In der Kolonie herrschte zum Beispiel weder ein Schwedischsprechverbot, noch gab es für die schwedischstämmigen Mitglieder eine verringerte Lebenserwartung. Durch die nun erlangten Erkenntnisse ist eine erhebliche Neubewertung des Phänomens der Nås-Emigration möglich geworden.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Creators:
    CreatorsEmail
    Haaß, Claudia0176-48029868, ab 1.12.10 ClaudiaHaass@aol.com
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-32179
    Subjects: Other Germanic languages
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    Emigration , Schweden , Lagerlöf , Jerusalem , American ColonyGerman
    Emigration , Lagerlöf , Jerusalem , Sweden , American ColonyEnglish
    Faculty: Philosophische Fakultät
    Divisions: Philosophische Fakultät > Institut für Nordische Philologie
    Language: German
    Date: 2009
    Date Type: Completion
    Date of oral exam: 19 January 2010
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 11 Nov 2010 17:26:03
    Referee
    NameAcademic Title
    Kreutzer, GertProf. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/3217

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