Universität zu Köln

Ein neuer Mechanismus des Transporters SLC22A11: Membraninsertion von Estronsulfat gegenüber Translokation von Harnsäure und Glutamat

Skwara, Peter (2017) Ein neuer Mechanismus des Transporters SLC22A11: Membraninsertion von Estronsulfat gegenüber Translokation von Harnsäure und Glutamat. PhD thesis, Universität zu Köln.

[img]
Preview
PDF - Published Version
Download (44Mb) | Preview

    Abstract

    Estronsulfat alias Estron-3-sulfat (E3S) ist wesentlich größer und hydrophober als andere typische Substrate der SLC22-Familie. Des Weiteren ist es verwunderlich, dass über 18 weitere Transporter aus unterschiedlichen Familien berichtet wurde, welche E3S transportieren. Deshalb wurde der Transportmechanismus von E3S durch SLC22A11 (OAT4) im direkten Vergleich zur Harnsäure, einem wichtigen physiologischen Substrat, hinterfragt. Die Expression von SLC22A11 in humanen 293-Zellen resultierte in einem starken unidirektionalen Glutamat- und Aspartatefflux. Die E3S-Aufnahme war 20-fach schneller als die Harnsäureaufnahme. Der Glutamatefflux wird durch extrazelluläres E3S inhibiert, jedoch nicht durch Harnsäure. Außerdem ist der Glutamatefflux pH-abhängig. Nach Vorbeladung wurde der E3S-Efflux durch extrazelluläres Dehydroepiandrosteronsulfate (DHEAS) transstimuliert, jedoch nicht die Harnsäure- oder 6-Carboxyfluoresceinfreisetzung (6CF). Die Equilibriumakkumulation von E3S wurde mittels Chloridsubstitution durch Gluconat 3-fach gesteigert. Der entgegensetzte Effekt wurde bei der Harnsäureakkumulation und beim Glutamatefflux beobachtet. Diese Resultate demonstrieren, dass SLC22A11 einen unterschiedlichen Transportmechanismus für Harnsäure und E3S nutzt. Daher sollte E3S nicht als Referenzsubstanz bei der Charakterisierung von SLC22A11 genutzt werden. Des Weiteren war bei Equilibriumexperimenten die transportervermittelte Akkumulation von Harnsäure und 6CF linear. Im Gegensatz dazu war die E3S-Akkumulation bei gleichen Konzentrationen hyperbolisch. Dies legt dar, dass SLC22A11 E3S in ein kleineres Kompartiment inseriert: die Plasmamembran. Die Datenlage unterstützt, dass SLC22A11 ebenso E3S aus der Membran extrahiert.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Creators:
    CreatorsEmail
    Skwara, Peter
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-76345
    Subjects: Natural sciences and mathematics
    Life sciences
    Medical sciences Medicine
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    OAT4, SLC22A11, E3S, estrone-3-sulfate, glutamate, dehydroepiandrosterone sulfate, DHEAS, uric acidUNSPECIFIED
    Faculty: Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
    Divisions: Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät > Pharmakologie
    Language: German
    Date: June 2017
    Date Type: Publication
    Date of oral exam: 01 June 2017
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 21 Jun 2017 16:16:30
    Referee
    NameAcademic Title
    Flügge, Ulf-IngoProf. Dr.
    Wiesner, RudolfProf. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/7634

    Actions (login required)

    View Item