Universität zu Köln

Korrelationen des Polaroids: Über das mediale Dispositiv der Sofortbildfotografie

Wiedner, Denise (2016) Korrelationen des Polaroids: Über das mediale Dispositiv der Sofortbildfotografie. PhD thesis, Universität zu Köln.

[img]
Preview
PDF - Accepted Version
Download (2368Kb) | Preview

    Abstract

    Der Untersuchung liegt das Theorem zugrunde, dass dem Polaroid vier wesentliche Eigenschaften inhärent sind, die je nach zeitlichem oder künstlerischem Umfeld in unterschiedlichem Grad hervortreten, genutzt oder umgangen werden. Jene konstitutiven Merkmale des Sofortbildes sind mit Unmittelbarkeit (Zeit), Unikatcharakter (Original), spezifischer Körperlichkeit von hohem Wiedererkennungswert durch den immanenten Rahmen (Format) sowie bildimmanente Stilistika, wie Farbverfälschungen und Unschärfen (Bildästhetik) zu benennen. Es wird daher angenommen, dass das Sofortbild grundsätzlich einheitlichen funktionalen Bedingungen folgt, diese jedoch manipuliert, verändert, ausgeschaltet oder weiterentwickelt werden können. Das Polaroid steht dabei jedoch in kontinuierlicher Wechselbeziehung zu anderen medialen Phänomenen, geht Symbiosen mit Techniken wie der Collage oder Montage ein und offenbart sich daher nur in Ausnahmefällen als eigenständiges finales Kunstwerk. Man ist beinahe geneigt zu sagen, die Sofortbildfotografie als Medium allein könne gar keinen Kunstanspruch haben. Erst ihr intentionaler Gebrauch und ihre Hybridität gibt Aufschluss über die künstlerische Verwendung. Das Sofortbild steht – außerhalb des Sektors der Amateurfotografie – stets im Fokus einer Hybridität. Die mannigfaltigen Relationen zwischen verschiedenen Zeichensystemen, medialen Vermischungen und Mediengrenzen überschreitenden Phänomenen steht im Mittelpunkt der Untersuchung, klammert dabei aber ein rein konsumistisch geprägtes Prinzip der Sofortbildfotografie durch dilettantischen Gebrauch aus. Gravierender Faktor bleibt gleichwohl die Tatsache, dass mit dem Polaroidverfahren nicht einzig fotografische Strategien bedient, sondern auch zahlreiche weitere Bereiche der Kunst angesprochen und befragt werden. Ein thematisch weiter Bogen eröffnet sich daher bei der Untersuchung der Instantfotografie, indem sie im Zusammenhang mit Malerei, Performance, Film und Fotografie diskutiert wird.

    Item Type: Thesis (PhD thesis)
    Creators:
    CreatorsEmail
    Wiedner, Denisedenise.wiedner@gmx.de
    URN: urn:nbn:de:hbz:38-76760
    Subjects: The arts
    Photography and photographs
    Geography and history
    Uncontrolled Keywords:
    KeywordsLanguage
    Polaroid, Sofortbildfotografie, Instantfotografie, instant photography, Zeigenössische Kunst, Andy Warhol, Dieter Roth, Erwin Wurm, Oliviero Toscani, David Hockney, Ansel Adams, Ming Wong, John O' Reilly, Lucas Samaras, Horst Ademeit, Hannah Villiger, Stefanie Schneider, Marlene Dumas, Helmut Newton, Fotofix, Techniknostalgie, Medienkombination, Medienwechsel, Unikat, Zeitlichkeit, Polaroid CollectionUNSPECIFIED
    Faculty: Philosophische Fakultät
    Divisions: Philosophische Fakultät > Kunsthistorisches Institut
    Language: German
    Date: August 2016
    Date Type: Publication
    Date of oral exam: 24 January 2017
    Full Text Status: Public
    Date Deposited: 16 Aug 2017 15:45:41
    Referee
    NameAcademic Title
    Frohne, UrsulaProf. Dr.
    Grohé, StefanProf. Dr.
    Nußbaum, NobertProf. Dr.
    URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/7676

    Actions (login required)

    View Item