Weißhaar, Franziska (2026). Vergleich von hochintensivem Intervalltraining und moderat kontinuierlichem Ausdauertraining hinsichtlich kurzfristiger Effekte auf Inflammationsmarker: Explorative sekundäre Endpunkte einer randomisierten Cross-over-Studie. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Einleitung: Akute körperliche Aktivität führt im menschlichen Körper zu einer Mobilisierung von zellulären und humoralen Komponenten des Immunsystems, die den Entzündungsstatus beeinflussen. Zur Untersuchung der Effekte körperlicher Aktivität können neben den Konzentrationen einzelner Komponenten des Immunsystems auch sogenannte zelluläre Inflammationsmarker herangezogen werden. Hierzu zählen die Neutrophilen-Lymphozyten- Ratio (NLR), die Thrombozyten-Lymphozyten-Ratio (PLR) und der Systemische Immun- Inflammationsindex (SII). Ziel dieser Arbeit ist es, die kurzfristigen Zeit- und Interaktionseffekte von hochintensivem Intervalltraining (HIIT) und moderat kontinuierlichem Ausdauertraining (KONT) auf verschiedene Komponenten des Immunsystems zu untersuchen. Es wird explorativ analysiert, ob sich Hinweise auf eine stärkere kurzfristige Immunantwort durch HIIT im Vergleich zu KONT zeigen. Methodik: In einem Cross-Over-Studiendesign absolvierten 24 Freizeitläuferinnen und -läufer in randomisierter Reihenfolge ein HIIT und ein KONT auf dem Laufband, wobei die externe Workload beider Interventionen angeglichen wurde. Venöse Blutproben wurden vor, unmittelbar nach und 1 Stunde nach dem Training entnommen. Aus den Blutproben wurden die Messwerte der abhängigen Variablen (Leukozyten, Lymphozyten, Neutrophile, Thrombozyten, NLR, PLR, SII, Interleukin-6, Interleukin-10, Cortisol) als explorative sekundäre Endpunkte der Studie bestimmt. Die Auswertung erfolgte mittels Varianzanalyse mit Messwiederholung. Signifikante Messwertunterschiede (p < 0.05) zwischen den Trainingsgruppen HIIT und KONT wurden als Trainingsart x Zeit-Interationseffekt ermittelt. Ergebnisse: Die Anzahl der Neutrophilen zeigte signifikant höhere Werte 1 Stunde nach HIIT im Vergleich zu KONT (p = 0.017). Die Werte der zellulären Inflammationsmarker (NLR, PLR, SII) erreichten ihr Maximum 1 Stunde nach dem Training mit signifikant höheren Werten nach HIIT im Vergleich zu KONT (alle p ≤ 0.036). Die Cortisol-Konzentration war unmittelbar nach HIIT und 1 Stunde nach HIIT signifikant höher als nach KONT (beide p ≤ 0.004). Fazit: Die explorativen Analysen deuten darauf hin, dass HIIT mit einer stärkeren Immunantwort assoziiert sein könnte. Diese Hinweise basieren auf den signifikant höheren Messwerte nach HIIT, die für die abhängigen Variablen Neutrophile, NLR, PLR, SII und Cortisol gefunden wurden. Die Variablen könnten potenziell geeignet zu sein, um Unterschiede in der belastungsinduzierten Immunantwort in Abhängigkeit von der Trainingsart darzustellen. Zukünftige Studien sollten untersuchen, inwiefern sich diese Marker zur Trainingssteuerung im Sport oder zur Erfassung entzündungshemmender Effekte von körperlicher Aktivität eignen könnten.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
Creators
Email
ORCID
ORCID Put Code
Weißhaar, Franziska
f.weisshaar@gmx.de
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
Corporate Creators: Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln
URN: urn:nbn:de:hbz:38-804023
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Unspecified
Subjects: Medical sciences Medicine
Athletic and outdoor sports and games
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Inflammationsmarker
German
NLR
German
PLR
German
SII
German
Cortisol
German
Sport
German
Date of oral exam: 23 January 2026
Referee:
Name
Academic Title
Bloch, Wilhelm
Prof. Dr. med.
Jordan, Jens
Prof. Dr. med.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/80402

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