Etti, Miriam
(2026).
Kastell Zugmantel - Aufarbeitung der Altgrabungen.
PhD thesis, Universität zu Köln.
|
PDF
Dissertation_Zugmantel.pdf - Published Version Download (126MB) |
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wurde der im 19. und 20. Jahrhundert umfangreich ergrabene Kastellstandort Zugmantel am Obergermanisch-Raetischen Limes in Hessen neu aufgearbeitet und ausgewertet. Ziel der Untersuchung war eine vollständige Vorlage der bekannten Befunde sowie des jeweils zugehörigen Fundmaterials aus dem Bereich des Kastells, um auf dieser Grundlage neue Erkenntnisse zur Entwicklung und Chronologie des Kastellplatzes zu gewinnen. Die Bearbeitung basierte auf der Transkription der Grabungstagebücher, der Sichtung und Aufnahme des Fundmaterials, dem Abgleich mit den älteren Publikationen sowie der Durchsicht der Skizzenbücher. Darüber hinaus wurde ein neuer Gesamtplan des Kastells erstellt. Mit dem Katalog und dem überarbeiteten Gesamtplan liegt nun erstmals eine vollständige Befundvorlage für das Kastell Zugmantel vor, in der sämtliche untersuchten Befunde sowie die zugehörigen Informationen und Fundzusammenstellungen nachvollziehbar dokumentiert und für zukünftige Forschungen nutzbar gemacht werden. Die Untersuchung bestätigt eine Datierung des Erdkastells (Periode 1) in hadrianische Zeit; das Ende dieser Phase ist gegen die Mitte des 2. Jahrhunderts, wahrscheinlich in den 140er Jahren, anzusetzen. Darüber hinaus ergaben sich Hinweise auf die mögliche Existenz eines frühen Badegebäudes im Bereich des späteren Annexes (Periode 1b). Ebenso konnte die These diskutiert werden, dass auf das Erdkastell möglicherweise ein weiteres Holzkastell (Periode 2) folgte, das bereits annähernd die Ausmaße des ersten Steinkastells (Periode 3) besaß. Mehrere Umstrukturierungen gegen Ende des 2. Jahrhunderts sprechen zudem für eine weitere Bauphase innerhalb des ersten Steinkastells (Periode 3b). Der Bau des zweiten Steinkastells sowie der Principia (Periode 4) ist gegen Ende des ersten Drittels des 3. Jahrhunderts anzusetzen, bevor vor Aufgabe des Kastells Reparaturen und Einbauten in öffentliche Strukturen nachweisbar sind (Periode 5). Die vorliegende Neubearbeitung bildet zugleich eine Grundlage für weitere Forschungen zum Kastellplatz Zugmantel. Insbesondere die erneute Aufarbeitung des Vicus, dessen Entwicklung eng mit jener des Kastells verknüpft war, bietet weiterhin erhebliches Forschungspotential. Auch dort lassen sich mehrere Perioden nachweisen, die offenbar weitgehend mit den Bauphasen des Kastells korrespondieren. Durch zukünftige Untersuchungen unter Einbeziehung des Fundmaterials sind daher weitere differenzierte Erkenntnisse zu erwarten.
| Item Type: | Thesis (PhD thesis) |
| Creators: | Creators Email ORCID ORCID Put Code Etti, Miriam UNSPECIFIED UNSPECIFIED UNSPECIFIED |
| URN: | urn:nbn:de:hbz:38-804045 |
| Date: | 2026 |
| Language: | German |
| Faculty: | Faculty of Arts and Humanities |
| Divisions: | Faculty of Arts and Humanities > Fächergruppe 2: Archäologie, Altertumskunde und Kulturen des Mittelmeerraums > Institut für Archäologie > Archäologie der römischen Provinzen |
| Subjects: | History of ancient world |
| Uncontrolled Keywords: | Keywords Language Obergermanisch-Raetischer Limes UNSPECIFIED Kastell Zugmantel UNSPECIFIED |
| Date of oral exam: | July 2024 |
| Referee: | Name Academic Title Fischer, Thomas Prof. Dr. Deschler-Erb, Eckhard Prof. Dr. Heising, Alexander Prof. Dr. |
| Funders: | Deutsche Limeskommission (Stipendium) |
| Refereed: | Yes |
| URI: | http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/80404 |
Downloads
Downloads per month over past year
Export
Actions (login required)
![]() |
View Item |
