Götten, Laura Caroline (2026). Yoga bei Morbus Parkinson: Ein Überblick über systematische Reviews im Zeitraum 2014-2024. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

In diesem Overview of Reviews wird der aktuelle Wissensstand zur Wirksamkeit von Yoga als nicht-pharmakologische Intervention bei Menschen mit Morbus Parkinson dargestellt. Ziel ist es, die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Wirkung von Yoga auf motorische und nicht-motorische Symptome zusammenzufassen und zu bewerten. Insgesamt wurden 13 systematische Reviews, Metaanalysen und narrative Reviews mit Yoga-Interventionen bei Menschen mit Parkinsonerkrankungen analysiert. Die Datenlage umfasst überwiegend Patient:innen im milden bis moderaten Krankheitsstadium (Hoehn- und Yahr-Stadium 1-3) und deckt einen Zeitraum von 11 Jahren (2011-2022) Forschung ab. In nahezu allen Reviews wurde eine signifikante Verbesserung der motorischen Funktion (UPDRS-III), der Mobilität (Timed-Up-and-Go-Test) und des Gleichgewichts (Berg Balance Scale, Mini-BESTest) gesehen. Auch nicht-motorische Begleitsymptome wie Depression und Angst sowie die Lebensqualität können durch Yoga verbessert werden. Die Yoga- Interventionen bestehen in der Regel aus zwei Einheiten pro Woche über acht bis zwölf Wochen, mit einer jeweiligen Sitzungsdauer von 60-90 Minuten. Die methodische Qualität der eingeschlossenen Reviews wurde mit AMSTAR-2 bewertet und zeigte eine erhebliche Spannbreite: Während aktuelle Netzwerk-Metaanalysen eine hohe methodische Qualität aufweisen, sind ältere oder narrativ gehaltene Arbeiten in ihrer Aussagekraft eingeschränkt. Ein großes methodisches Problem besteht in der Überlappung der Primärstudien, da viele Reviews auf dieselben randomisierten Primärstudien zurückgreifen. Dies kann zu einer Überschätzung der Evidenz führen und schränkt die Generalisierbarkeit der Ergebnisse ein. Weitere Limitationen ergeben sich durch kleine Stichprobengrößen, heterogene Yoga-Protokolle und das Fehlen von Langzeitdaten. Insgesamt belegen die vorliegenden systematischen und narrativen Übersichtsarbeiten, dass Yoga eine sichere, akzeptierte und wirksame ergänzende Therapie zur Verbesserung motorischer und nicht-motorischer Symptome bei Menschen mit Parkinson ist. Die Integration von Yoga in ein bestehendes Therapiekonzept kann einen essentiellen Beitrag zur Erhaltung der Alltagskompetenzen, zur Sturzprophylaxe und zur Steigerung der Lebensqualität leisten. Für eine evidenzbasierte Implementierung in die klinische Praxis sind jedoch weitere hochwertige, groß angelegte und standardisierte Studien notwendig, insbesondere zur optimalen Dosierung, zum Langzeitnutzen und zur Abgrenzung gegenüber anderen Bewegungsformen wie Tai-Chi und Qigong.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Email
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Götten, Laura Caroline
goetten.laura@gmail.com
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-805401
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Unspecified
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Morbus Parkinson
UNSPECIFIED
Yoga
UNSPECIFIED
Date of oral exam: 11 June 2026
Referee:
Name
Academic Title
Brixius, Klara
Professorin Dr. rer. nat.
Dafsari, Haidar
Privatdozent Dr. med. Dafsari
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/80540

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