Rohde, Axel (2026). Der Einfluss von Tranexamsäure auf Blutverlust, Krankenhausverweildauer und Komplikationen im Rahmen von monosegmentalen Spondylodesen. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Wir haben in dieser Studie den Einfluss der intraoperativen Gabe von Tranexamsäure bei monosegmentalen Spondylodesen auf die Transfusionsbedürftigkeit sowie auf das Komplikationspotential und die Krankenhausverweildauer untersucht. Tranexamsäure wird in der Beherrschung von perioperativen Blutungen häufig eingesetzt, die Studienlage zu Wirksamkeit und Sicherheit des Präparates ist aber weiterhin kontrovers. Um einen Beitrag zur evidenzbasierten Betrachtung zu leisten, haben wir ebendies anhand von vier Hypothesen an einem Hochrisiko-Patientenkollektiv geprüft. Dabei galten unsere Hypothesen als bestätigt, wenn die intraoperative Gabe von TXA in Bezug auf Transfusionshäufigkeit (Hypothese 1), Krankenhausverweildauer/intensivmedizinische Betreuung (Hypothese 2), ΔHb (Hypothese 3) und das Auftreten von thrombembolischen Prozessen (Hypothese 4) äquivalent Nicht – Gabe von TXA sei. Dafür wurden retrospektiv und anonymisiert Daten von Patienten gewonnen, welche sich von 2015 - 2020 in einem Haus der Maximalversorgung (Uniklinik Köln) einer monosegmentalen Fusionsoperation unterzogen hatten, wobei die beiden Gruppen (TXA und Nicht-TXA) im Nachhinein mittels propensity score – Matching vergleichbar gemacht wurden. Aufgrund des retrospektiven Charakters der Studie konnten wir auch Hochrisikopatienten mit einschließen, es bestanden also keine Ausschlusskriterien, bis auf das erreichte Erwachsenenalter (18 Jahre), da TXA im Kindesalter gewichtsadaptiert gegeben wird. Wir entschieden uns für das Design einer Nichtunterlegenheitsstudie wobei die Nicht - Unterlegenheitsgrenzen ( ) a priori festgelegt wurden. Für jede Covariable galt dabei eine Abweichung von maximal 0,1 als adäquat. Nach Propensity Score - Matching konnten von initial 212 Patienten noch 86 Patienten für die statistische Analyse eingeschlossen werden. Zusammenfassend konnten wir zeigen, dass die Gabe von TXA während monosegmentaler Fusionsoperationen keinen Einfluss auf die Transfusionsbedürftigkeit perioperativ, den Verlauf der Hämoglobinwerte, die Krankenhausverweildauer und die Dauer der notwendigen intensivmedizinischen Betreuung hat. Ferner konnten wir im Rahmen eines propensity score matching zeigen, dass der Einsatz von TXA in Bezug auf thrombembolische Prozesse wie Herzinfarkt, Lungenembolie, TVT, 11 etc. sicher in der Anwendung ist. Es bleibt hier jedoch, die sehr geringen Inzidenzen der genannten Komplikationen in unserer Kohorte zu erwähnen, wodurch die sich daraus ergebene Schlussfolgerung zumindest kritisch hinterfragt werden sollte. Diese Studie kann aufgrund der gewählten Patientenpopulation als Anhalt dienen, dass TXA auch weiterhin bei Hochrisikopatienten eingesetzt werden kann, der konserveneinsparende Effekt bei Fusionsoperationen sollte in weiteren Studien jedoch kritisch geprüft werden und konnte von uns nicht bestätigt werden.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Email
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Rohde, Axel
axel.glodschei@web.de
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-805509
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Chirurgie > Abteilung Unfallchirurgie (Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie)
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Tranexamsäure
UNSPECIFIED
Date of oral exam: March 2026
Referee:
Name
Academic Title
Scheyerer, Max-Joseph
Prof. Dr. med
Ecker, Hannes
PD Dr. med
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/80550

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