Jansen, Alina Katharina (2026). Biomechanische Analyse von verschiedenen Fixationsarten der CESA-/VASA- Implantate in der Deszensuschirurgie am Tiermodell. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Die vorliegende in-vitro-Studie am Tiermodell untersucht mithilfe uniaxialer Belastungstests die biomechanischen Eigenschaften verschiedener Fixierungsarten der CESA- und VASA-Implantate. Die Zervikosakropexie (CESA) und Vaginosakropexie (VASA) stellen ein erstmals von Jäger et al. speziell entwickeltes standardisiertes operatives Verfahren dar, um einen apikalen Deszensus mit oder ohne begleitende Harninkontinenz zu behandeln. Ein Beckenbodenprolaps (POP) ist ein mit steigendem Alter zunehmend auftretendes Problem, bei dem Strukturen des kleinen Beckens in Richtung Scheideneingang oder durch diesen hinausgleiten. Die Einteilung eines POP erfolgt mithilfe des „Pelvic Organ Prolapse Quantification Systems“ (POP-Q) in verschiedene Schweregrade sowie entsprechend der betroffenen Strukturen in drei anatomische Kompartimente. In der vorliegenden Studie wird vor allem das mittlere Kompartiment betrachtet, das auch als „apikaler“ Prolaps bezeichnet wird. Obwohl die laparoskopische Sakrokolpopexie derzeit den Goldstandard zur Behandlung des apikalen Deszensus darstellt, existieren zahlreiche alternative Behandlungsoptionen. Die CESA-/VASA-Netze besitzen exakt definierte Maße und Fixierungspunkte (Zervix/Vaginalgewölbe sowie prävertebrale Faszie auf Höhe von S1/S2). Während Jäger et al. die Operation zunächst über eine Laparotomie durchführten, etablierten Rexhepi et al. den laparoskopischen Zugang mit vergleichbaren Erfolgsraten. Das Ziel besteht darin, die Operationszeit möglichst kurz zu halten, sodass ein Fixiersystem gefunden werden soll, das zeitsparender ist und eine Alternative zu den bislang verwendeten Einzelnähten bietet. In dieser Studie werden drei verschiedene Fixierungsarten sowohl zur apikalen als auch zur zervikalen Befestigung der CESA-Implantate mithilfe des Instron®-5565-Prüfrahmens evaluiert und miteinander verglichen. Erhoben werden die biomechanischen Parameter Maximale Last, Traversenweg und Steifigkeit sowie als sekundärer Endpunkt der Fehlermodus. Es wurden 40 halbierte Schweinewirbelsäulen sowie 28 Schweineuteruspräparate verwendet. Bei den Versuchen an der Wirbelsäule erreicht die Gruppe W1 mit zwei Einzelnähten die höchste maximale Last (65 ± 12 N), gefolgt von der Gruppe W3 mit drei Titan-Tackern in Dreiecksformation (38 ± 12 N) und der Gruppe W2 mit drei Titan-Tackern in linearer Anordnung (25 ± 10 N). Bei der zervikalen Fixierung weist die Gruppe Z1 mit drei Einzelnähten die höchste maximale Last (64 ± 15 N) auf, gefolgt von den Titan-Tackern in Gruppe Z2 (41 ± 10 N) sowie den absorbierbaren Tackern der Gruppe Z3 mit einer maximalen Last von 15 ± 8 N9. Die Vergleichsgruppe W4, welche Einzelnähte ohne Netz evaluiert, ermöglicht einen Vergleich zwischen menschlichem und porcinem Gewebe. Es zeigen sich Werte in einem ähnlichen Größenbereich. Insgesamt stellen Einzelnähte den biomechanischen Goldstandard dar. Titan-Tacker zeigen eine geeignete Alternative, sollten jedoch bevorzugt in Dreiecksformation angewendet werden. Absorbierbare Tacker sind zur zervikalen Fixierung der CESA-Implantate nicht ausreichend geeignet.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Email
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Jansen, Alina Katharina
ajanse12@smail.uni-koeln.de
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-810391
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Frauenheilkunde > Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Deszensuschirurgie
German
Descensus genitalis
Latin
Urogynäkologie
German
Zervikosakropexie
Latin
Vaginosakropexie
Latin
Date of oral exam: 21 May 2026
Referee:
Name
Academic Title
Eichler, Christian
Privatdozent Dr. med.
Schröder, Lars
Privatdozent Dr. med.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/81039

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