Garrelfs, Katharina Luisa Christine ORCID: 0009-0002-4065-1062 (2025). Präklinische Maßnahmen in der pädiatrischen Notfallmedizin unter besonderer Berücksichtigung �invasiver Notfalltechniken. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Identification Number:10.1155/emmi/8184007

Abstract

Meine Promotionsarbeit an der Universität zu Köln beinhaltet die retrospektive Analyse (5 ½ - Jahres Zeitraum: 01/2015 – 05/2020) der invasiv durchgeführten Maßnahmen (z.B. tracheale Intubation, Zugangsarten, Drainagen etc.) bei pädiatrischen PatientInnen unter 12 Lebensjahren, die über den Schockraum der Uniklinik Köln in der zentrale Notaufnahme (ZNA) oder direkt auf die Kinderintensivstation (KITS) eingeliefert wurden. Es wurde das Management und Outcome von Kindernotfällen beleuchtet. Diese Arbeit dient dazu, Inzidenzen präklinisch invasiver Prozeduren zu erheben und zu analysieren. Diese Arbeit zeigt Möglichkeiten auf, die gewonnenen Daten für die Qualitätssicherung und Sicherstellung invasiver Notfalltechniken in der Pädiatrie am Standort sicherzustellen und ggf. mit anderen Standorten zu vergleichen. Zum einen sollte untersucht werden, ob Maßnahmen geschult werden sollten, um diese sicher beherrschen zu können. Zum anderen war es interessant zu erfahren, wie die präklinische notfallmedizinische Versorgung an einem Zentrum der Maximalversorgung aufgestellt ist. In dem Zeitraum Januar 2015 bis Juni 2020 wurden insgesamt 610 PatientInnen untersucht. Hier wurden 237 direkt auf die Kinder-Intensivstation (KITS) und 373 in der zentralen Notaufnahme (ZNA) aufgenommen. Die KITS-PatientInnen waren mit einem medianen Alter von 1,58 Jahren deutlich jünger als die PatientInnen der ZNA-Gruppe, deren mittleres Alter bei 5,9 Jahren lag. Die ZNA-Gruppe beinhaltete fast ausschließlich (Poly-)Traumata. In der KITS- Gruppe zeigte sich ein breites Spektrum pädiatrischer Notfälle. Die häufigsten Diagnosen auf der KITS waren neurologische Notfälle wie etwa Status epilepticus, Infektionen oder Sepsis sowie nichtinfektiöse Atemwegsprobleme. Zudem zeigten sich auch Unterschiede im Schweregrad und der Behandlung der pädiatrischen PatientInnen. Bei den in der KITS eingelieferten PatientInnen wurden invasive oder nicht-invasive Verfahren deutlich häufiger eingesetzt als bei der ZNA-Gruppe. Schwere neurologische Einschränkungen, gemessen am Glasgow Coma Scale (GCS < 9), sowie hohe NACA-Scores, die einen schweren klinischen Zustand anzeigen, traten ebenfalls häufiger in der KITS-Gruppe auf. Darauffolgend wurden auch vermehrt Medikamente wie beispielsweise Katecholamine in der KITS-Gruppe gegeben. Bei der Medikamentengabe zeigte sich, dass in beiden Gruppen mehr als die Hälfte der PatientInnen keine Medikamente erhielten oder dies nicht dokumentiert wurde. Die Todesrate der beiden Gruppen zeigte hier auch Unterschiede: Während aus der KITS-Gruppe 19 PatientInnen verstarben, verstarben 2 Kinder aus der ZNA-Gruppe. Die durchschnittliche Krankenhausaufenthaltsdauer unterschied sich: Auf der Kinderintensivstation verblieben die Kinder im Median 20,3 Tage, die Kinder der ZNA-Gruppe im Median nur 2 Tage. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass lebensbedrohliche Notfälle in unserer Studie nur selten auftraten, der pädiatrische PatientIn stellte aber aufgrund der großen Bandbreite möglicher Erkrankungen oder Verletzungen besondere Herausforderungen für das Rettungsdienst- und Notdienstpersonal dar. Die Ausbildung und Weiterbildung des Personals sollte hinsichtlich grundlegender Kompetenzen wie dem Atemwegsmanagement (einschließlich trachealer Intubation, supraglottische Atemwegshilfen) sowie Techniken für den peripheren oder intraossären Gefäßzugang erweitert und vertieft werden. Zudem ist eine medizinische Dokumentation essentiell, da lückenhafte Unterlagen die Versorgung und Qualitätsverbesserung behindern. Dahingehend sind weitere Studien notwendig, um das Management pädiatrischer Notfälle in der präklinischen und stationären Versorgung weiterzuentwickeln.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Email
ORCID
ORCID Put Code
Garrelfs, Katharina Luisa Christine
katharina.garrelfs@t-online.de
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-812069
Identification Number: 10.1155/emmi/8184007
Date: 2025
Place of Publication: Journal Emergency International Medicine 2025
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Kinder- und Jugendmedizin
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
präklinisch
UNSPECIFIED
Notfallmedizin
UNSPECIFIED
invasive Notfalltechniken
UNSPECIFIED
Date of oral exam: 12 May 2026
Referee:
Name
Academic Title
Eifinger, Frank
Prof. Dr.
Schick, Volker
PD Dr.
Kribs, Angela
Prof. Dr.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/81206

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