Asendorf, Adrian L. ORCID: 0000-0003-4261-330X (2026). Dopaminergic Degeneration and Resilience: Network-Level Alterations in Early Parkinson’s Disease. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Although dopamine loss is a central pathological hallmark of Parkinson’s disease (PD), the neural mechanisms through which dopaminergic depletion alters large-scale brain function and translates into clinical symptoms remain incompletely understood. Further, individuals with comparable levels of dopamine loss often differ markedly in their clinical presentation. This heterogeneity has given rise to the concept of resilience, which describes mechanisms that mitigate the behavioural impact of neurodegeneration and may explain why some individuals remain relatively asymptomatic despite advanced disease-related changes. Understanding the neural mechanisms underlying resilience represents a key challenge in current PD research. This dissertation adopts a network-level perspective to investigate how dopaminergic degeneration shapes whole-brain organization and assess how these changes relate to PD symptoms. Specifically, this work aimed to distinguish changes associated with degeneration of the system from changes that may foster resilience against the behavioural consequences of dopamine loss. In this regard, a multimodal imaging approach was chosen, including molecular imaging to quantify individual striatal dopaminergic integrity and advanced resting-state functional MRI to capture global properties of brain function. Across three projects, this dissertation demonstrated that in early PD, dopaminergic loss and motor symptom severity are closely linked to alterations in connectivity at global and subnetwork levels. Specifically, dopamine depletion and motor symptom severity were associated with decreased network transition flexibility and impaired transitions between highly connected brain states. Disruption of flexible engagement and disengagement of network connections may therefore constitute a mechanism underlying motor impairment in PD. Further, with increasing pathological load the somatomotor network exhibited increased robustness to targeted network disruption, which was associated with better motor performance. Higher levels of lifelong physical activity strengthened the relationship between somatomotor network robustness and preserved motor function, suggesting that behavioural factors may contribute to adaptive resilience mechanisms. Together, these findings indicate that the consequences of dopamine loss in PD involve complex alterations in the dynamic orchestration and architecture of large-scale functional brain networks that individually shape motor behaviour. By implicating one of these properties as a potential resilience mechanism and demonstrating its association with lifestyle factors, this work asserts a clinical relevance to large-scale network approaches. They thereby pose a valuable intermediate level scope between molecular pathology and clinical manifestation that may yield more specific targets for future therapeutic and lifestyle-based interventions in PD.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Translated title:
Title
Language
Dopaminerge Degeneration und Resilienz: Netzwerkbezogene Veränderungen in der frühen Parkinson-Erkrankung
German
Translated abstract:
Abstract
Language
Der Verlust dopaminerger Neurone gilt als ein zentrales pathologisches Merkmal der Parkinson-Erkrankung und ist eng mit der Parkinsonsymptomatik verknüpft. Dennoch ist bislang unzureichend geklärt auf welche Weise die dopaminerge Degeneration die globale Organisationsstruktur und Funktion des Gehirns verändert und wie sich diese Veränderungen in der klinischen Symptomatik manifestieren. Auffällig ist vor Allem, dass Patienten mit einem vergleichbaren Dopamindefizit, sich in der klinischen Symptomatik drastisch unterscheiden können. Diese Heterogenität hat zur Entwicklung des Resilienz Konzepts geführt. Resilienz umfasst neuronale Mechanismen, die die funktionellen Folgen neurodegenerativer Prozesse abfedern können und somit erklären können warum manche Individuen trotz fortgeschrittener krankheitsbedingter Veränderungen nur wenig ausgeprägte Symptomatiken aufweisen. Ein besseres Verständnis solcher Mechanismen gilt heute als eine der zentralen Herausforderungen der Parkinson- Forschung. Vor diesem Hintergrund verfolgt diese Dissertation einen netzwerkbasierten Ansatz, um zu untersuchen, wie das Dopamindefizit bei Parkinson die Organisation und Funktion des gesamten Gehirns beeinflusst und wie diese Veränderungen mit den Symptomen der Erkrankung zusammenhängen. Ziel dieser Arbeit war es insbesondere, zwischen Veränderungen zu unterscheiden, die eine fortschreitende Schädigung des Systems widerspiegeln, und solchen, die potenziell zur Resilienz gegenüber den Folgen des Dopaminverlustes beitragen. Zu diesem Zweck wurde ein multimodaler Bildgebungsansatz gewählt, der molekulare Bildgebung zur Quantifizierung der individuellen striatalen dopaminergen Integrität mit funktioneller MRT Bildgebung zur Erfassung globaler Eigenschaften der Hirnfunktion kombiniert. Die Ergebnisse aus drei Projekten zeigen, dass in frühen Krankheitsstadien der Parkinsonerkrankung das Dopamindefizit und die motorische Symptomschwere eng mit Veränderungen der funktionellen Konnektivität auf globaler und der netzwerkspezifischer Ebene verbunden sind. Insbesondere ging ein starkes Dopamindefizit und stärkere motorische Einschränkungen mit einer reduzierten Flexibilität zwischen verschiedenen Verknüpfungszuständen von Netzwerken, sowie mit einem verminderten Wechsel in stark vernetze Verknüpfungszustände einher. Eine eingeschränkte Fähigkeit des Gehirns stark vernetze Verknüpfungszustände zu rekrutieren, könnte somit einen zentralen Mechanismus motorischer Beeinträchtigungen bei Parkinsons darstellen. Darüber hinaus zeigte das somatomotorische Netzwerk mit zunehmender pathologischer Belastung eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber gezielter, artifizieller Netzwerkstörungen, die mit einer besseren motorischen Leistungsfähigkeit assoziiert war. Dieser Zusammenhang war besonders ausgeprägt bei Personen mit höherer lebenslanger körperlicher Betätigung. Das weist darauf hin, dass Verhaltensfaktoren aus unserem früheren Leben die Netzwerkeigenschaften dauerhaft beeinflussen und Resilienz Kapazität positiv unterstützen können. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse dieser Arbeit, dass die Folgen des Dopaminverlusts bei Parkinson komplexe Veränderungen in der dynamischen Organisation und Architektur großer funktioneller Hirnnetzwerke umfassen. Diese prägen die motorischen Einschränkungen der Betroffenen individuell und im Rahmen dieser Arbeit wurde eine dieser Veränderungen der Netzwerkeigenschaften (i.e. die gesteigerte Widerstandsfähigkeit gegen Netzwerkstörungen) sogar als potenzieller Resilienz fördernder Mechanismus eingeordnet. Seine zusätzliche Assoziation mit Lebensstilfaktoren unterstreicht die klinische Relevanz solcher Netzwerkanalysen. Sie stellen damit eine wertvolle intermediäre Ebene zwischen molekularer Pathologie und klinischer Manifestation dar, die spezifischere Ansatzpunkte für zukünftige therapeutische und lebensstilbasierte Interventionen bei Parkinson liefern kann.
German
Creators:
Creators
Email
ORCID
ORCID Put Code
Asendorf, Adrian L.
adrian.asendorf@uk-koeln.de
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-812366
Date: 2026
Language: English
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Nuklearmedizin
Subjects: Natural sciences and mathematics
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
DaT-SPECT
English
functional connectivity
English
graph theory
English
Date of oral exam: 12 May 2026
Referee:
Name
Academic Title
Kambeitz, Josef
Prof.
Sommerauer, Michael
Prof.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/81236

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