Sokolowski, Marcel ORCID: 0009-0009-6304-0556 (2026). Stellenwert sonographischer Verlaufskontrollen bei abdominell unauffälligen Patient*innen mit Polytrauma. PhD thesis, Universität zu Köln.

[thumbnail of DissertationMS.pdf] PDF
DissertationMS.pdf - Submitted Version
Bereitstellung unter der CC-Lizenz: Creative Commons Attribution Non-commercial No Derivatives.

Download (1MB)

Abstract

Unfälle sind die Haupttodesursache junger Menschen. Die Behandlung von Patient*innen mit Polytrauma erfordert einen hohen Grad an interdisziplinärer Zusammenarbeit und strukturierte sowie routinierte Arbeitsabläufe, wobei die radiologische Diagnostik zu einer schnellen und in Bezug auf die Verletzungsschwere adäquaten Therapie entscheidend beiträgt. Abdominelle Verletzungen sind vergleichsweise selten und können in der hämodynamisch stabilen Situation größtenteils konservativ versorgt werden. Wird eine abdominelle Verletzung nicht oder erst verzögert erkannt, kann dies das Outcome negativ beeinflussen. Die eFAST (aus dem Englischen von „Extended Focused Assessment with Sonography for Trauma“) ist im Schockraum fester Bestandteil des sog. „Primary Survey“ und dient insbesondere bei hämodynamisch instabilen Patient*innen der Triagierung derer, die unmittelbare operative Maßnahmen benötigen. Goldstandard zur Detektion von Verletzungen ist beim Polytrauma die Ganzkörper-Computertomographie (GKCT). In der Vergangenheit wurde im Rahmen des sog. „Tertiary Survey“ zusätzlich eine abdominelle Folgesonographie (AFS) durchgeführt, bis die Empfehlung hierfür bei Patient*innen ohne abdominelle Verletzungen im Jahre 2011 in der S3- Leitlinie aufgehoben wurde. Trotzdem wurde die AFS bei abdominell nicht verletzten Personen selbst an größeren Traumazentren darüber hinaus noch praktiziert. Ziel dieser Arbeit ist daher die Evaluation der überarbeiteten Leitlinien im Hinblick auf die Nichtanwendung der AFS mit dem Ergebnis, dass diesen Patient*innen kein Nachteil durch die fehlende AFS entsteht. Die AFS konnte in 9 Fällen geringe Mengen freier Flüssigkeit (FF) nachweisen, wobei diese retrospektiv in allen Fällen bereits in der GKCT abgrenzbar war und sich daraus keine therapeutischen Konsequenzen ergaben.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
Creators
Email
ORCID
ORCID Put Code
Sokolowski, Marcel
sokolowski@magnet-radiologie.de
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-812433
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Radiologische Diagnostik > Institut und Poliklinik für Radiologische Diagnostik
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Polytrauma
German
Ultraschall
German
FAST
German
abdominelle Folgesonographie
UNSPECIFIED
Date of oral exam: 24 June 2026
Referee:
Name
Academic Title
Große Hokamp, Nils
Prof. Dr. Dr. med.
Leschinger, Tim
PD Dr. med.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/81243

Downloads

Downloads per month over past year

Export

Actions (login required)

View Item View Item