Lefering, Franka Marie
ORCID: 0009-0001-5631-2869
(2026).
Einfluss des professionellen Zähneputzens auf die verkürzte Versorgungsstrecke nach § 22a SGB V bei Patientinnen und Patienten mit Parodontitis in stationären Pflegeeinrichtungen.
PhD thesis, Universität zu Köln.
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Abstract
Mit der steigenden Lebenserwartung wächst die Zahl hochbetagter und pflegebedürftiger Menschen. Viele Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner können ihre Mundhygiene nicht vollständig selbst durchführen und haben ein erhöhtes Parodontitisrisiko. Für diese Patientengruppe sieht § 22a SGB V eine verkürzte parodontale Behandlungsstrecke vor. Ziel dieser Arbeit war es, zu untersuchen, ob professionelles Zähneputzen alle zwei Wochen die Wirkung dieser Therapie verbessern kann. Die randomisierte kontrollierte Studie (RCT) folgte einem Wartegruppendesign und wurde um die IWB-Gruppe erweitert. Untersucht wurden 54 Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner mit Parodontitis. Je 18 Personen erhielten entweder die verkürzte Parodontitistherapie mit zusätzlichem professionellem Zähneputzen (IWB), die Therapie ohne zusätzliches Putzen (IO) oder zunächst keine Intervention. Primärer Endpunkt war die Blutung auf Sondierung (BOP); sekundäre Endpunkte waren der Plaque-Index (PI) und die Taschensondierungstiefe (PPD). Die Untersuchungen fanden zu Beginn, nach einer Woche und nach drei Monaten statt. Nach drei Monaten hatten sich BOP, PI und PPD in der IWB-Gruppe gegenüber dem Ausgangswert signifikant verbessert. In der IO-Gruppe zeigten sich signifikante Verbesserungen von PI und PPD, in der Kontrollgruppe dagegen keine signifikanten Veränderungen. Beide Therapiegruppen waren der Kontrollgruppe hinsichtlich der Sondierungstiefen signifikant überlegen. Die IWB-Gruppe zeigte häufig die stärksten numerischen Verbesserungen. Im direkten Gesamtvergleich mit der IO-Gruppe ließ sich jedoch kein statistisch gesicherter genereller Zusatznutzen des professionellen Zähneputzens nachweisen. Die Ergebnisse zeigen, dass die verkürzte aufsuchende Parodontitistherapie die parodontale Gesundheit von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern verbessern kann. Professionelles Zähneputzen alle zwei Wochen ist eine mögliche Ergänzung, kann eine zuverlässige tägliche Mundhygiene jedoch nicht ersetzen.
| Item Type: | Thesis (PhD thesis) |
| Creators: | Creators Email ORCID ORCID Put Code |
| URN: | urn:nbn:de:hbz:38-815033 |
| Date: | 2026 |
| Language: | German |
| Faculty: | Faculty of Medicine |
| Divisions: | Faculty of Medicine > Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde > Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie |
| Subjects: | Medical sciences Medicine |
| Uncontrolled Keywords: | Keywords Language Parodontitis German professionelles Zähneputzen German Biofilmkontrolle German Pflegebedürftigkeit German aufsuchende Parodontitistherapie German geriatrische Zahnmedizin German Pflegeheim German |
| Date of oral exam: | 21 September 2026 |
| Referee: | Name Academic Title Barbe, Greta Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Polidori Nelles, Maria Cristina Prof. Dr. med. |
| Refereed: | Yes |
| URI: | http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/81503 |
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https://orcid.org/0009-0001-5631-2869