Roventa, Maria
(2024).
Geschlechtsspezifische Unterschiede und Risikofaktoren des Post-COVID-Syndroms bei nicht-hospitalisierten Patient*innen mit COVID-19.
PhD thesis, Universität zu Köln.
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Abstract
Langanhaltende Symptome nach einer SARS-CoV-2 Infektion betreffen 6-15%1 der Patient*innen mit COVID-19 Erkrankung. Wie bei vielen anderen postinfektiösen Syndromen zeigt sich bei dem Post-Covid-Syndrom (PCS) eine Geschlechterdivergenz mit einer Überrepräsentation des weiblichen Geschlechts. Begründet ist dies durch unterschiedliche immunologische Pathomechanismen in der akuten und chronischen Krankheitsphase. Aus diesem Grund wurden in dieser Arbeit das Geschlecht und Akutsymptome, sowie Assoziationen zwischen diesen, als mögliche Risikofaktoren für PCS untersucht. Als Haupteffekt hatten Frauen ein höheres Risiko die untersuchten Symptome und PCS zu entwickeln als Männer. Diese Ergebnisse stimmen mit denen anderer Studien überein. Hervorzuheben ist auch die Erkenntnis über einen Zusammenhang zwischen Akutsymptomen und der Entwicklung eines PCS. Husten, Gliederschmerzen, Diarrhoe, Geruchs- und Geschmacksveränderungen in der Akutphase von COVID-19 erhöhen sowohl bei Männern als auch bei Frauen das Risiko, PCS zu entwickeln. Während die genannten Symptome zwar häufiger bei Frauen vorkamen, konnte keine Assoziation zwischen einzelnen Symptomen und Geschlecht auf die Entwicklung eines PCS festgestellt werden. Die Studienergebnisse basieren auf Daten, die im April bis Dezember 2020 erhoben wurden. Trotz des großen Forschungsinteresses seit Beginn der Pandemie im Februar 2020, fehlt bisher eine konsistente Definition für langanhaltende COVID-19 Symptome. Dies erschwert den Vergleich von bisher durchgeführten klinischen Studien. Mehr Grundlagenforschung zu geschlechtsspezifischen immunologischen Pathomechanismen ist dringend notwendig, um unabhängig von einer klinischen Definition zu arbeiten. Eine sinnvolle Herangehensweise und interessanter Forschungsansatz bieten hier die Thesen zum Darmmikrobiom als Virusreservoir und dessen Unterschiede im Geschlechtervergleich. Zusammenfassend zeigt diese Arbeit, dass der genaue Einfluss, den das Geschlecht auf anhaltende Symptome haben kann, zum derzeitigen Zeitpunkt noch ungeklärt ist. Um diesen Einfluss evaluieren zu können, sind weitere umfassendere Studien zu geschlechtssensiblen Mechanismen in der Pathogenese von postinfektiösen Erkrankungen und PCS nötig.
Item Type: | Thesis (PhD thesis) | ||||||||
Creators: |
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URN: | urn:nbn:de:hbz:38-750823 | ||||||||
Date: | 2024 | ||||||||
Language: | German | ||||||||
Faculty: | Faculty of Medicine | ||||||||
Divisions: | Faculty of Medicine > Innere Medizin > Klinik I für Innere Medizin - Hämatologie und Onkologie | ||||||||
Subjects: | Medical sciences Medicine | ||||||||
Uncontrolled Keywords: |
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Date of oral exam: | 17 December 2024 | ||||||||
Referee: |
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Refereed: | Yes | ||||||||
URI: | http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/75082 |
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