Zur-Schaepers, Martha (2021). Bischheim in der Niederrheinischen Bucht. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Das vorliegende Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der Charakterisierung der typischen Merkmale des Bischheimer Kulturhorizonts in der Niederrheinischen Bucht, sowohl in einem synchronen Vergleich der Bischheimer Fundplätze des gesamten Verbreitungsgebiets als auch in einer diachronen Untersuchung des Übergangs vom Mittel- zum Jungneolithikum im Rheinland. Dafür wurden insgesamt neun ausgewählte Fundplätze des rheinischen Braunkohlenreviers untersucht. Neben den Befunden bilden Keramik, Silex- und Felsgesteinartefakte Grundlage der Untersuchungen. Ergänzt werden sie durch die Ergebnisse aus Untersuchungen von archäobotanischen Makroresten, kalzinierten Knochen und Radiokarbondatierungen. Anhand der Keramik lassen sich multilaterale Beziehungen für das Rheinland nachvollziehen. Sie führen nach Frankreich im Westen, nach Franken im Südosten und bis nach Hüde I am Dümmer im Norden. Ein Vergleich mit der lokalen Rössener Verzierungstradition legt nahe, dass die Bischheimer Keramiktradition im Rheinland von außen eingetragen wurde und nicht hier entstanden ist. Auf Grundlage von keramischen Daten aus dem gesamten Verbreitunsgebiet wurden statistische Analysen zur Regionalgruppeneinteilung durchgeführt. In einem zweiten Schritt wurden diese Daten für eine chronologische Unterteilung des etwa 300 Jahre andauernden Bischheimer Horizonts mit Hilfe der Korrespondenzanalyse (CA) genutzt, die eine zweistufige chronologische Unterteilung des Bischheimer Horizonts um etwa 4400 calBC ermöglicht. Die Untersuchung der Bischheimer Feuersteinartefakte zeigt, dass in der Niederrheinischen Bucht charakteristischerweise Silex de Hesbaye genutzt wurde. Die Lanaye-Varietäten - allen voran das Rohmaterial vom Typ Rijckholt – spielten zwar immer noch eine bedeutende Rolle, jedoch wurde das belgische Rohmaterial deutlich häufiger genutzt. Anhand der Verarbeitungshinweise von Feuersteinrohmaterial konnten auf der Jackerather Lössschwelle zwei Werkplätze herausgearbeitet werden. Mit ihrer Klingenindustrie stehen sie in einer rheinischen Tradition. Hauptgeräteklassen sind Kratzer und Lateralretuschen.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Email
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Zur-Schaepers, Martha
martha.zur@hotmail.de
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-795364
Date: 2021
Language: German
Faculty: Faculty of Arts and Humanities
Divisions: Faculty of Arts and Humanities > Fächergruppe 2: Archäologie, Altertumskunde und Kulturen des Mittelmeerraums > Institut für Ur- und Frühgeschichte
Subjects: History of ancient world
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Bischheim
UNSPECIFIED
Mittelneolithikum
UNSPECIFIED
Rheinland
UNSPECIFIED
Date of oral exam: 7 December 2021
Referee:
Name
Academic Title
Zimmermann, Andreas
Prof. Dr.
Funders: Stiftung Archäologie im rheinischen Braunkohlenrevier
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79536

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