Döbler, Marc
ORCID: 0009-0004-8320-1082
(2025).
Fake News und Verschwörungstheorien – Verbreitungsmechanismen und Persistenz von Desinformation.
PhD thesis, Universität zu Köln.
|
PDF
Dissertation.pdf - Accepted Version Bereitstellung unter der CC-Lizenz: Creative Commons Attribution Non-commercial. Download (1MB) |
Abstract
Das Themenfeld der Desinformation hat mit dem rapiden Wachstum der sozialen Medien und den damit verbundenen Phänomenen (Filterblasen, Echokammern sowie der Partizipationskultur) eine neue Dimension erhalten. In dieser Arbeit untersuche ich das Vertrauensdefizit, welches sich in den letzten Jahren zwischen Teilen der Öffentlichkeit und etablierten Informationsquellen vergrößert hat. Spezifisch arbeite ich dabei die Rolle von (politischen) Influencer:innen bzw. Microcelebrities heraus und zeige auf, wie deren Strategien und Handlungsweisen, die auf den Anreizstrukturen der sozialen Medien basieren, Desinformation und verwandten Phänomenen Vorschub leisten können. Eine Analyse dieser Phänomene – spezifisch Des- und Misinformation, Fake News sowie Verschwörungstheorien – führe ich ebenfalls durch. Dabei gehe ich insbesondere darauf ein, wie sie sich im Kontext der sozialen Medien und der Partizipationskultur auswirken und deshalb als soziale und nicht etwa epistemische Probleme Einzelner verstanden werden sollten. Das theoretische Fundament liefern dabei eine konzeptuelle Analyse des epistemischen Vertrauens sowie die Medientheorie Niklas Luhmanns, worauf auch die Identitätstheorie von Moeller & D’Ambrosio aufbaut. Im Anschluss an diese arbeite ich die Rollen der Identitätstechnologien der Authentizität und Profilizität im modernen Internet heraus, um zu zeigen, wie Letztere zu Anreizstrukturen beiträgt, die epistemischen Zielen wie Wissensgewinn und einem aufgeschlossenen Diskurs unzuträglich sind. Eine zentrale Erkenntnis ist bei alledem, dass ein Fokus auf die Unterscheidung ‚wahr vs. unwahr‘ zwar philosophisch und wissenschaftlich relevant sein mag, aber nicht das ausschlaggebende Kriterium sein sollte, wenn es darum geht, spezifisch politisch motivierte Desinformation zu bekämpfen. Stattdessen halte ich es für empfehlenswert, das Augenmerk auf den potenziellen Schaden von z.B. Narrativen zu richten und gezielt Alternativen anzubieten.
| Item Type: | Thesis (PhD thesis) |
| Creators: | Creators Email ORCID ORCID Put Code |
| URN: | urn:nbn:de:hbz:38-795381 |
| Date: | 15 September 2025 |
| Language: | German |
| Faculty: | Faculty of Arts and Humanities |
| Divisions: | Faculty of Arts and Humanities > Fächergruppe 8: Philosophie > Philosophisches Seminar > Cologne Center for Contemporary Epistemology and the Kantian Tradition |
| Subjects: | Philosophy Social sciences Political science Public performances |
| Uncontrolled Keywords: | Keywords Language Fake News German Desinformation German Verschwörungstheorien German Identität German Influencer German Profilicity German Authentizität German |
| Date of oral exam: | 18 December 2025 |
| Referee: | Name Academic Title Bernecker, Sven Prof. Dr. Moeller, Hans-Georg Prof. Dr. Packard, Stephan Prof. Dr. Grundmann, Thomas Prof. Dr. |
| Refereed: | Yes |
| URI: | http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79538 |
Downloads
Downloads per month over past year
Export
Actions (login required)
![]() |
View Item |
https://orcid.org/0009-0004-8320-1082