Wingels, Amelie Henrike Mathilde (2025). Die Analyse der Diskrepanz zwischen prä- und postoperativen histologischen Risikofaktoren beim frühen Zervixkarzinom. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Das Zervixkarzinom ist das vierthäufigste Malignom der Frau weltweit und das zwölfthäufigste Malignom der Frau in Deutschland. Im Jahr 2020 lag in Deutschland die relative 5-Jahresüberlebensrate bei 64%. Die Therapiestrategien des Zervixkarzinoms sind dabei multimodal. Zu Beginn einer Therapie wird entschieden, ob eine primäre Operation oder eine primäre Radio(chemo)therapie durchgeführt wird. Grundlage dieser Entscheidung ist die prätherapeutische Diagnostik. Sie ist in drei Modalitäten aufgebaut und setzt sich aus der gynäkologischen Untersuchung, Histologie und bildgebenden Diagnostik zusammen. Die Stadieneinteilung des Zervixkarzinoms erfolgt zurzeit klinisch anhand des FIGO-Stadiums, allerdings sollen die Ergebnisse der Biopsie und der radiologischen Bildgebung in die Festlegung des Stadiums und damit in die Entscheidung der primären Therapie mit einfließen. Die prätherapeutische Biopsie wird dabei auf unterschiedliche histopathologische Parameter wie beispielsweise Grading (G), Lymphgefäßinfiltration (L) und Veneninvasion (V) untersucht. Sobald auf Grundlage der prätherapeutischen Diagnostik ein frühes Stadium des Zervixkarzinoms festgestellt wird, ist eine primäre Operation inidziert. Die durch die Operation gewonnen Präparate werden histopathologisch auf die gleichen Parameter zusätzlich des postoperativen Tumorstadiums untersucht. Inwiefern eine Übereinstimmung oder eine Diskrepanz im Sinne einer klinischen Über- bzw. Unterschätzung des invasiven Zervixkarzinoms stattfindet, wurde bisher vor allem in Bezug auf das prä- und postoperativ ermittelte Tumorstadium untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass eine Diskrepanz zwischen klinischem (präoperativ) und pathologischem (postoperativ) Tumorstadium eine prognostische Bedeutung für die Patientinnen hat. Dabei wiesen Patientinnen, deren Tumorstadium klinisch unterschätzt wurde, eine höhere Rezidivrate und ein schlechteres Gesamtüberleben auf, verglichen mit Patientinnen, bei denen das Tumorstadium entweder klinisch korrekt eingeschätzt oder überschätzt wurde. Daten über die Diskrepanz bezüglich der prä- und postoperativen Risikofaktoren Grading, Lymphgefäßinfiltration und Veneninvasion beim invasiven Zervixkarzinom existieren bis heute allerdings nur wenige. Darüber hinaus ist nicht bekannt, inwiefern eine Übereinstimmung oder Diskrepanz eine Auswirkung auf das rezidivfreie Überleben und Gesamtüberleben der Patientinnen hat. Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen der vorliegenden Studie geklärt werden.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Email
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Wingels, Amelie Henrike Mathilde
wingels.amelie@gmail.com
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-796934
Date: 2025
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Frauenheilkunde > Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Zervixkarzinom
UNSPECIFIED
Grading
UNSPECIFIED
Diskrepanz
UNSPECIFIED
Date of oral exam: 24 October 2025
Referee:
Name
Academic Title
Thangarajah, Fabinshy
Prof. Dr. med.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79693

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