Bähr, Friederike
(2026).
Einfluss strukturierter Nachsorge bei Patient*innen nach kurativ intendierter Operation bei Ösophaguskarzinom.
PhD thesis, Universität zu Köln.
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Abstract
Das Ösophaguskarzinom (EC) und das Karzinom des ösophagogastralen Überganges sind Erkrankungen mit einer schlechten Prognose. Die Therapieoptionen sind in den letzten Jahren deutlich besser geworden, jedoch gibt es wenig Evidenz für eine strukturierte Nachsorge von Patient*innen nach kurativ intendierter Therapie. Die Inzidenz des EC ist steigend und ein großer Teil der Patient*innen ist mit einem Rezidiv der Erkrankung konfrontiert, was die Notwendigkeit einer evidenzbasierten Therapie und Nachsorge verdeutlicht. In der hier durchgeführten retrospektiven Studie wurden 1128 Patient*innen inkludiert, welche an einem EC litten und an der Universitätsklinik Köln (UKK) zwischen den Jahren 2012 und 2021 operiert wurden. Die Patient*innen wurden retrospektiv in zwei Gruppen eingeteilt: Patinent*innen, welche an einer überwachten strukturierten Nachsorge teilgenommen haben (SNG, n=635) und Patient*innen, welche nicht in der strukturierten Nachsorge überwacht wurden oder an überhaupt keiner Nachsorge teilgenommen haben (NSNG, n=493). In der SNG wurden 292 (46%) Rezidive beobachtet, in der NSNG 66 (13%) Rezidive. Das Gesamtüberleben (overall survival, OS) zeigte sich nicht signifikant verlängert in der SNG, jedoch konnte ein positiver Trend beobachtet werden. Das Progressions-freie Überleben (progression free survival, PFS) zeigte signifikante Unterschiede in beiden Gruppen. Fast ein Drittel der Rezidive in der SNG waren auf eine singuläre Lokalisation begrenzt. Circa 35% der Rezidive in der SNG wurden mittels Operation oder Radiotherapie, teils in Kombination mit Chemotherapie als Unterstützung zur Radiotherapie, lokal behandelt oder waren für eine lokale Behandlung vorgesehen. Die Korrelation der Zeit zwischen Rezidiv Diagnose und Todeszeitpunkt war in der NSNG stärker als in der SNG. Insgesamt ließ sich feststellen, dass eine strukturierte Nachsorge zur Detektion von mehr Patient*innen mit einem noch lokal begrenztem Rezidiv führte als in der Kontrollgruppe ohne strukturierte Nachsorge, jedoch ohne signifikanten Gesamtüberlebensvorteil. Die Begrenzung des Rezidivs auf lokale Strukturen ermöglicht eine lokale Therapie, die gegenüber einer Systemtherapie bei Vorhandensein von Fernmetastasen weniger Nebenwirkungen und mit einer besseren Prognose einhergehen könnte.
| Item Type: | Thesis (PhD thesis) |
| Creators: | Creators Email ORCID ORCID Put Code Bähr, Friederike UNSPECIFIED UNSPECIFIED UNSPECIFIED |
| URN: | urn:nbn:de:hbz:38-797315 |
| Date: | 2026 |
| Language: | German |
| Faculty: | Faculty of Medicine |
| Divisions: | Faculty of Medicine > Innere Medizin > Klinik I für Innere Medizin - Hämatologie und Onkologie |
| Subjects: | Medical sciences Medicine |
| Uncontrolled Keywords: | Keywords Language Ösophaguskarzinom UNSPECIFIED Nachsorge UNSPECIFIED Speiseröhrenkrebs UNSPECIFIED |
| Date of oral exam: | 26 November 2025 |
| Referee: | Name Academic Title Zander, Thomas Professor Dr. med. Bludau, Marc Privatdozent Dr. med. |
| Refereed: | Yes |
| URI: | http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79731 |
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