Salem, Khalid ORCID: 0009-0006-1597-5881 (2026). Vergleich von perkutaner Koronarintervention und optimaler medikamentöser Therapie in der Behandlung chronischer Koronararterienverschlüsse: eine Metaanalyse. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Hintergrund: Chronische Koronarverschlüsse (englische Abkürzung: CTO) sind ein häufiger Befund bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und mit erhöhter Mortalität assoziiert. Zur Therapie dieser Läsionen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die perkutane Koronarintervention (englische Abkürzung: PCI) und die optimale medikamentöse Therapie (englische Abkürzung: OMT) sollten in der Behandlung einzelner Läsionen vorrangig in Betracht gezogen werden – eine operative Myokardrevaskularisation ist aber auch möglich. In der Vergangenheit konnten Einzelstudien keine expliziten Vorteile zwischen den beiden ersten Therapieformen in Bezug auf Mortalität und Morbidität aufzeigen. Aufgrund neu publizierter Evidenz und kontroverser Ergebnisse aus Einzelstudien mit niedriger Fallzahl bietet sich eine Metaanalyse zur weitergehenden Einordnung und Interpretation an. Ziel: Diese Metaanalyse vergleicht Effekte einer PCI mit einer OMT bei der Behandlung von CTO unter Berücksichtigung definierter Endpunkte. Methoden: Es wurde eine strukturierte Literaturrecherche durchgeführt. RCTs und NRSI wurden eingeschlossen. Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus kardialer Mortalität, Myokardinfarkt und Revaskularisation des Zielgefäßes bzw. der Zielläsion (englische Abkürzungen: TVR/TLR). Ergebnisse: 32 kontrollierte Studien mit insgesamt 11.260 Patienten wurden eingeschlossen. Davon erhielten 5712 (50,7%) eine PCI und 5548 (49,3%) eine OMT. Die Rate des primären Endpunktes war 14,6% nach PCI und 20,1% nach OMT (12 Studien, OR 0,66; 95% KI 0,50 bis 0,88; p=0,005, I2 = 67%). Eine Subgruppenanalyse zeigte eine konsistente Reduktion des Auftretens des primären Endpunktes nach PCI in den RCTs (6 Studien, OR 0,58; 95% KI 0,33 bis 0,99; p=0,05). Die Reduktion der Rate des primären Endpunktes war unabhängig vom Studiendesign und in den Subgruppen- und Sensitivitätsanalysen reproduzierbar. Schlussfolgerung: Die CTO-PCI zeigte sich in dieser Metaanalyse auf Studienlevel vorteilhafter als eine OMT in der Reduktion des primären Endpunktes. Dies ist vor allem auf den Vorteil bei der Reduktion von TVR/TLR zurückzuführen. Die Ergebnisse haben Hypothesen-generierenden Charakter. Weitere RCTs mit adäquater statistischer Power müssen in Zukunft diese Ergebnisse weiter einordnen.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
Creators
Email
ORCID
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Salem, Khalid
k.salemkhalid@gmail.com
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-798506
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Innere Medizin > Klinik III für Innere Medizin - Kardiologie, Pneumologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Perkutane Koronarintervention
German
Chronische Koronararterienverschlüsse
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
German
Date of oral exam: 12 January 2026
Referee:
Name
Academic Title
Adler, Christoph
Privatdozent Dr. med.
Waffenschmidt, Siw
Privatdozentin Dr. Sportwiss.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79850

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