Falderbaum, Philipp
(2025).
Einfluss des Zeitpunktes und der Genauigkeit der histopathologischen Diagnose auf die Behandlungsergebnisse von Patient:innen mit Burkitt-Lymphom und hochmalignem B-Zell-Lymphom.
PhD thesis, Universität zu Köln.
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Abstract
Zusammenfassung Hintergrund: Das Burkitt-Lymphom (BL) und das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) zählen zu den aggressiven B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen (B-NHL) und weisen unter immunchemotherapeutischer Behandlung in der Regel eine günstige Prognose auf. Im Rahmen der WHO-Klassifikation von 2016 wurde mit dem hochmalignen B-Zell-Lymphom (HGBL) eine neue Entität eingeführt, die morphologische, immunphänotypische und molekulare Merkmale von BL und DLBCL vereint. Die histopathologische Differenzierung zwischen diesen Subtypen gestaltet sich häufig schwierig, kann jedoch therapeutisch und prognostisch bedeutsam sein. Methoden: In einer retrospektiven Einzelzentrumsanalyse wurden die histopathologischen Befunde und klinischen Verläufe von allen Patient:innen mit initialer ICD-10-Kodierung für BL (C83.7) oder für BL und DLBCL (C83.3) im Zeitraum von 2010 bis 2020 analysiert. Die finale Diagnosestellung erfolgte unter Einbeziehung referenzhistopathologischer Gutachten bzw. wiederholter Biopsien gemäß der WHO-Klassifikation von 2016. Die Gruppen wurden hinsichtlich Therapieansprechen, progressionsfreiem Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS) verglichen. Ergebnisse: Insgesamt konnten 66 Patient:innen identifiziert und in die Analyse einbezogen werden. Das mediane Alter der Patient:innen betrug 51 Jahre (Spanne: 19–82). In der finalen Diagnose zeigten sich 40 Fälle von BL, zwölf Fälle von DLBCL und 14 Fälle von HGBL. Patient:innen, deren Diagnose nach Beginn einer DLBCL-gerichteten Therapie revidiert und schließlich als BL klassifiziert wurde, wiesen ein signifikant schlechteres PFS auf als jene mit korrekter BL-Erstdiagnose (p = 0,045). Zwischen Patient:innen mit finaler Diagnose DLBCL und HGBL ergaben sich hingegen keine signifikanten Unterschiede im PFS (p = 0,38) oder OS (p = 0,27). Schlussfolgerung: Die Ergebnisse unterstreichen die zentrale Bedeutung einer frühzeitigen und präzisen histopathologischen Diagnostik bei Verdacht auf aggressive B-Zell-Lymphome. Die Einbeziehung referenzpathologischer Zweitbegutachtungen kann wesentlich zur Vermeidung inadäquater Therapiewahlen beitragen und ist insbesondere in Fällen diagnostischer Unsicherheit empfehlenswert.
| Item Type: | Thesis (PhD thesis) |
| Creators: | Creators Email ORCID ORCID Put Code Falderbaum, Philipp UNSPECIFIED UNSPECIFIED UNSPECIFIED |
| URN: | urn:nbn:de:hbz:38-799602 |
| Date: | 2025 |
| Language: | German |
| Faculty: | Faculty of Medicine |
| Divisions: | Faculty of Medicine > Innere Medizin > Klinik I für Innere Medizin - Hämatologie und Onkologie |
| Subjects: | Medical sciences Medicine |
| Uncontrolled Keywords: | Keywords Language Burkitt Lymphom, Diffus-großzelliges B-Zell-Lymphom, Hochmalignes B-Zell-Lymphom UNSPECIFIED |
| Date of oral exam: | 26 January 2026 |
| Referee: | Name Academic Title Heger, J.-M. Privatdozent Dr. med. Eichenauer, D. A. Privatdozent Dr. med. |
| Refereed: | Yes |
| URI: | http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/79960 |
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