Klug, Franziska Andrea Monika (2026). Ergebnisse der primären Radiochemotherapie bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Hintergrund und Zielsetzung: Insbesondere in fortgeschrittenen Stadien stellt das Zervixkarzinom in vielen Teilen der Welt weiterhin eine große medizinische Herausforderung dar. In dieser Arbeit wurden die onkologischen Ergebnisse sowie die therapieassoziierten Nebenwirkungen von Patientinnen mit der Diagnose eines lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinoms ausgewertet, die eine kombinierte Radiochemotherapie als primären Therapieansatz erhalten haben. Ziel war es, anhand dieser Analyse potenzielle Risikofaktoren für ein schlechteres Outcome der Patientinnen zu identifizieren und mögliche Limitationen in der Therapiedurchführung aufzuzeigen. Ein weiterer Fokus lag auf dem Vergleich der radiologischen Diagnostik mit den Ergebnissen des operativen Stagings. Anhand der Ergebnisse dieser Auswertungen sollten Ansätze für eine Therapieoptimierung identifiziert werden. Material und Methoden: In dieser monozentrischen, retrospektiven Studie wurden die Daten von 43 Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom ausgewertet, die zwischen 2017 und 2019 an der Uniklinik Köln eine primäre Radiochemotherapie erhielten. Das Behandlungsschema umfasste eine wöchentliche, platinhaltige Chemotherapie begleitend zur externen Radiatio sowie eine anschließende Brachytherapie. Primäre Endpunkte waren das Gesamt- und krankheitsfreie Überleben, die lokoregionäre Kontrolle sowie die therapieassoziierte Toxizität. Zur Auswertung patientinnen- und therapiebezogener Daten wurden Methoden der deskriptiven Statistik angewandt. Die Überlebenszeitanalysen erfolgten mithilfe der Kaplan-Meier-Methode. Ferner wurde der Einfluss verschiedener Variablen auf das krankheitsfreie Überleben mittels Log-Rank Test geprüft. Ergebnisse: Bei einer geschätzten medianen Follow-up-Zeit nach Schemper und Smith von 29,59 Monaten betrug die geschätzte 3-Jahres-Gesamtüberlebensrate 80,3 % und das geschätzte krankheitsfreie 3-Jahres-Überleben 60,8 %. Neun Patientinnen erlitten ein lokales oder lokoregionäres Rezidiv der Erkrankung, bei acht Patientinnen wurde im Verlauf eine Fernmetastasierung diagnostiziert. Für Patientinnen mit mindestens fünf vollständigen Zyklen Chemotherapie konnte ein statistisch signifikanter Vorteil im krankheitsfreien Überleben gegenüber Patientinnen mit weniger als fünf Chemotherapie-Zyklen festgestellt werden. Die Therapie wies eine insgesamt gute Verträglichkeit auf; es wurden keine Fälle von höhergradiger Akut- oder Spättoxizität dokumentiert. Fazit: Trotz der geringen Stichprobengröße und des retrospektiven Designs konnten aufgrund der hohen Therapiequalität Ergebnisse erzielt werden, die mit denen größerer Studien vergleichbar sind. In der vorliegenden Kohorte war die Gabe von mindestens fünf Chemotherapiezyklen gegenüber weniger als fünf Zyklen mit einem statistisch signifikanten Vorteil im krankheitsfreien Überleben assoziiert. Zugleich zeigte sich, dass die langfristige und standardisierte Dokumentation therapieassoziierter Nebenwirkungen in der klinischen Praxis häufig schwierig ist. Da hohe Toxizität mit Dosisreduktionen, Therapieverzögerungen oder vorzeitigem Therapieabbruch sowie einer ungünstigeren Prognose einhergehen kann, erscheint eine systematische Erfassung akuter und später Toxizitäten essenziell, um zukünftige Therapieoptimierungen zu ermöglichen.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Klug, Franziska Andrea Monika
UNSPECIFIED
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URN: urn:nbn:de:hbz:38-803455
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Strahlentherapie > Klinik und Poliklinik für Radioonkologie, Cyberknife- und Strahlentherapie
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Primäre Radiochemotherapie
German
lokal fortgeschrittenes Zervixkarzinom
German
Brachytherapie
German
Zervixkarzinom
German
Radiochemotherapie
German
Gebärmutterhalskrebs
German
Strahlentherapie
German
Date of oral exam: 11 February 2026
Referee:
Name
Academic Title
Marnitz-Schulze, Simone
Prof. Dr. med.
Domröse, Christian
PD Dr. med.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/80345

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