Schröder, Lorenz ORCID: 0009-0006-3754-5874 (2026). Impendanz-Planimetrie-basierte Beurteilung (EndoFlipTM) der Pylorusfunktion bei chirurgisch und nicht-chirurgisch bedingter Gastroparese. PhD thesis, Universität zu Köln.

[thumbnail of DoktorarbeitLorenzSchroeder.pdf] PDF
DoktorarbeitLorenzSchroeder.pdf

Download (1MB)

Abstract

In dieser Arbeit wurde die Pylorusfunktion mittels einer Impedanz-Planimetrie-Messung von Patienten mit chirurgisch bedingter und nicht-chirurgisch bedingter Gastroparese miteinander verglichen. In dem Zeitraum von Januar 2021 bis einschließlich März 2022 wurden die Pylori von 150 Patienten mittels einer Impedanz-Planimetrie-Sonde (endoscopic functional lumen imaging probe, EndoflipTM, Medtronic, Minneapolis, USA) untersucht. Von diesen Patienten litten 47 an chirurgisch bedingter Gastroparese und 23 an nicht-chirurgisch bedingter Gastroparese. Weiterhin wurde die Pylorusfunktion von 80 Patienten ausgewertet, bei denen nach einer Ösophagektomie keine Gastroparese vorlag. Das EndoflipTM ist in der Lage mittels Impedanz-Planimetrie in Echtzeit die Lumengeometrie und den Druck während einer volumengesteuerten Dehnung zu messen. Dabei können über ein variables Füllvolumen eines Katheterballon unterschiedliche Vordehnungen vorgegeben werden. Die Pylorusfunktion wurde anhand der Daten charakterisiert, die mittels der Impedanz- Planimetrie-Untersuchungen erhoben wurden. Aus den Quotienten von Durchmesser und Druck des Pylorus ließ sich die Distensibilität des Pylorus errechnen. Die Distensibilität ist ein Maß für die Dehnbarkeit des Pylorus. Aus den Differenzen der Distensibilitäten zwischen verschiedenen Füllvolumina ließen sich Delta-Werte berechnen. Delta-Werte liefern ein Maß für die Veränderbarkeit der Distensibilität relativ zum Füllvolumen. Aus dem Gradienten der einzelnen Delta-Werte ergab sich der MDelta-Wert, der ein Maß für die Veränderbarkeit der Delta-Werte relativ zum Füllvolumen gibt. Anhand der erhobenen Daten konnte gezeigt werden, dass sowohl passive als auch aktive Dehnungseigenschaften eine Rolle für die Funktion des Pylorus spielen. Es zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen den MDelta-Werten der chirurgisch und nicht-chirurgisch bedingten Gastroparese. Es konnte darauf geschlossen werden, dass bei der chirurgisch bedingten Gastroparese insbesondere veränderte aktive Dehnungseigenschaften des Pylorus zur Dysfunktion beitragen, ersichtlich aus dem signifikant erniedrigten MDelta-Wert. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Distensibilitäten oder Delta-Werten der beiden Gruppen. Es wurden bei allen Patienten die Schwere von Gastroparese-assoziierten Symptomen durch drei validierte Fragebögen ermittelt: patient assessment of upper gastrointestinal disorders – symptom severity index (PAGI-SYM), gastroparesis cardinal symptom index (GCSI) und patient assessment of upper gastrointestinal disorders – quality of life (PAGI-QoL). Patienten mit chirurgisch bedingter Gastroparese erzielten in allen Fragebögen signifikant niedrigere Werte. Dies entspricht einer signifikant geringeren Ausprägung von Symptomen. Eine Korrelationsanalyse zwischen den Symptomausprägungen und den erhobenen Werten der Pylorusfunktion erbrachte keine wegweisenden Ergebnisse.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
Creators
Email
ORCID
ORCID Put Code
Schröder, Lorenz
lschro19@outlook.com
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-804240
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Chirurgie > Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Transplantationschirurgie
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Endoflip
UNSPECIFIED
Gastroparese
UNSPECIFIED
Distensibilität
UNSPECIFIED
Date of oral exam: 2 March 2026
Referee:
Name
Academic Title
Chon, Seung-Hun
Prof. Dr. med.
Töx, Ulrich
Prof. Dr. med.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/80424

Downloads

Downloads per month over past year

Export

Actions (login required)

View Item View Item