Mäkelburg, Sarah (2026). Klinisch prospektive Studie zum Einfluss virtueller Realität auf das subjektive Empfinden von Patient*innen mit ausgeprägter Zahnbehandlungsangst vor einer zahnärztlichen Behandlung. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Zahnbehandlungsangst ist ein weit verbreitetes Phänomen, das sowohl die orale als auch die allgemeine Gesundheit negativ beeinflussen kann. Es besteht daher ein großes Interesse an wirksamen, leicht implementierbaren und nebenwirkungsarmen Interventionsmethoden zur Reduktion dieser Angst. Ziel der vorliegenden Studie war die Evaluation einer Intervention mittels virtueller Realität, die im Wartezimmer angewendet wird, auf die Zahnbehandlungsangst von Patient*innen mit einer ausgeprägten Angst vor zahnärztlichen Behandlungen. Dabei wurden sowohl das subjektive Empfinden der Patient*innen als auch der Einfluss der Intervention auf objektiv messbare Vitalparameter (Pulsfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung) betrachtet. In die Studie eingeschlossen wurden Patient*innen, die in der Modified Dental Anxiety Scale (MDAS) einen Summenwert der Antworten von mindestens 15 von 25 Punkten erzielten. Die 74 Studienteilnehmer*innen wurden randomisiert der Versuchs- oder der Kontrollgruppe zugewiesen. Die Teilnehmer*innen der Versuchsgruppe nutzten während der 15-minütigen Wartezeit vor einer zahnärztlichen Kontrolluntersuchung und anschließender professioneller Zahnreinigung eine Virtual Reality Brille mit programmierter visueller und akustischer Umgebung. Die Teilnehmer*innen der Kontrollgruppe verbrachten denselben Zeitraum ohne jegliche Interventionsmaßnahme im Wartezimmer. Die Erfassung der subjektiv empfundenen Zahnbehandlungsangst erfolgte vor und nach der Wartezeit mittels eines Fragebogens, der die MDAS und Fragen zur aktuellen Befindlichkeit umfasste. Zusätzlich bewertete die Versuchsgruppe das subjektive Erleben der virtuellen Realität. Während der Wartezeit wurden zudem die Vitalparameter Blutdruck, Pulsfrequenz und Sauerstoffsättigung kontinuierlich aufgezeichnet. Die Ergebnisse zeigten, dass die Patient*innen, die während der Wartezeit die VR-Brille trugen, im Anschluss geringere Werte im MDAS-Score und höhere Werte im Befindlichkeits- Fragebogen aufwiesen. Hinsichtlich der Vitalparameter ließ sich keine klare Tendenz feststellen. Somit lässt sich schlussfolgern, dass die VR-Intervention zu einer Verbesserung des subjektiven Empfindens der Patient*innen führen kann. Sie fühlen sich weniger ängstlich, ruhiger und sicherer und empfinden das Tragen der VR-Brille als positiv und hilfreich.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Email
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Mäkelburg, Sarah
sarah.maekelburg@gmail.com
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-804763
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde > Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Zahnbehandlungsangst; Virtuelle Realität; Randomisierte klinische Studie; MDAS; Angstreduktion
German
dental anxiety; dental fear; virtual reality; randomized controlled trial; MDAS; anxiety reduction
English
Date of oral exam: 27 April 2016
Referee:
Name
Academic Title
Rink-Notzon, S.
Privatdozentin Dr. med. Dr. med. dent.
Jarczok, T. A.
Privatdozent Dr. med.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/80476

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