Vernyk, Anton (2026). Epikardiales Fettvolumen nach Myokardrevaskularisation. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Hintergrund Das epikardiale Fett gilt als aktives viszerales Fettkompartiment mit parakriner Wirkung auf das Myokard und die Koronararterien. Zahlreiche Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen epikardialem Fettvolumen (EFV), koronarer Atherosklerose und kardiovaskulären Risikofaktoren hin. Ziel dieser Arbeit war es, das EFV bei Patientinnen und Patienten nach Myokardrevaskularisation zu quantifizieren und dessen Zusammenhang mit klinischen Para-metern und dem Schweregrad der koronaren Herzerkrankung (KHK) zu untersuchen. Material und Methoden In die retrospektive Untersuchung wurden 99 Personen eingeschlossen: 53 nach perkutaner Koronarintervention (PCI), 19 nach aortokoronarer Bypassoperation (ACB) und 27 gesunde Kontrollpersonen. Alle Teilnehmenden wurden mittels kardialer Magnetresonanztomographie (1,5 T, mDixon-Sequenz) untersucht. Das EFV wurde manuell segmentiert und auf die Kör-peroberfläche normiert. Klinische Basisdaten, Risikofaktoren und die Schwere der KHK wur-den erhoben. Gruppenvergleiche erfolgten mit t-Test, Mann-Whitney-U-Test und Varianzana-lysen (ANOVA). Ergebnisse Das mittlere EFV der Gesamtpopulation betrug 144,1 ± 65 ml/m². Patienten nach ACB wiesen signifikant höhere EFV-Werte auf als die PCI- und Kontrollgruppe (182,5 ± 64,6 ml/m² vs. 148,3 ± 57 ml/m² bzw. 108 ± 62,1 ml/m²; p < 0,05). Innerhalb der PCI-Kohorte zeigte sich ein tendenzieller, wenn auch nicht durchgängig signifikanter Anstieg des EFV mit zunehmender KHK-Schwere. Das EFV korrelierte zudem mit klassischen Risikofaktoren wie BMI, Diabetes mellitus und arterieller Hypertonie. Aufgrund der begrenzten Fallzahl konnten keine multivaria-ten oder ROC-Analysen durchgeführt werden. Schlussfolgerung Das epikardiale Fettvolumen ist bei Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzerkrankung deutlich erhöht und steht in enger Beziehung zu metabolischen Risikofaktoren. Insbesondere nach chirurgischer Revaskularisation (ACB) finden sich höhere EFV-Werte als nach perkutaner Koronarintervention (PCI), was auf einen Zusammenhang mit einem höheren Schweregrad der koronaren Herzerkrankung hindeutet. Das EFV stellt damit einen potenziellen Marker für das kardiometabolische Risiko und das Ausmaß koronarer Gefäßveränderungen dar. Seine prognostische und therapeutische Bedeutung sollte in größeren prospektiven Studien weiter untersucht werden.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Translated title:
Title
Language
Epicardial Fat Volume After Myocardial Revascularization
English
Creators:
Creators
Email
ORCID
ORCID Put Code
Vernyk, Anton
anton.vernyk@gmail.com
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-809998
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Externe Einrichtungen
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Epikardiales Fettvolumen
German
Koronare Herzkrankheit
German
mDixon-Sequenz
German
Myokardrevaskularisation
German
Epicardial fat volume
English
Coronary artery disease
English
Dixon sequence
English
Date of oral exam: 11 June 2026
Referee:
Name
Academic Title
Homsi, Rami
Privatdozent Dr.med.
ten Freyhaus, Henrik
Privatdozent Dr.med.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/80999

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