Karahan, Denise (2026). Morphologische und immunhistochemische Charakterisierung schlecht differenzierter primärer Leberkarzinome. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Primäre Leberkarzinome stellen eine hoch-relevante Tumorgruppe mit erheblichen Herausforderungen für das weltweite Gesundheitssystem dar. Die Tumorentitäten HCC, „small-duct“ Typ iCCA, „large-duct“ Typ iCCA und cHCC-CCA wurden bis vor kurzem als unabhängige und strikt voneinander abzugrenzende Tumorentitäten betrachtet. Diese strenge Einteilung wird jedoch zunehmend verlassen: Die PLCs werden nun als Teil eines Spektrums mit fließenden Übergängen von hepatozellulärer zu cholangiozellulärer Differenzierung betrachtet. Da sich ihre Therapien voneinander unterscheiden, ist die korrekte histopathologische Einordnung eines Präparates unabdingbar. Aufgrund des Spektrums können PLCs eine gewisse Homogenität bzw. Kontinuität in vielen Aspekten aufweisen. Histomorphologisch gilt dies insbesondere für schlecht differenzierte Tumore, welche sich als erschwert diagnostizierbar erweisen und in der Findung eines angemessenen Therapieprozederes zu Schwierigkeiten führen können. Um eine möglichst hohe diagnostische Treffsicherheit zu bieten, ist eine umfassende histopathologische Analyse in Kombination mit Immunhistochemie entscheidend. Im Rahmen dieses Projekts wurde das Ansprechen auf und die Färbemuster von verschiedenen Markern bei den unterschiedlichen Tumorentitäten analysiert, mit dem Ziel, ein immunhistochemisches Panel zu erstellen, welches diagnostische Lücken in den angewandten Diagnosealgorithmen verschmälert und somit die insgesamte diagnostische Treffsicherheit von PLCs in der Situation einer geringgradigen histopathologischen Differenzierung optimiert. Es wurde ein Kollektiv aus 40 gering differenzierten PLCs, welches die 4 o.g. Entitäten umfasst, auf unterschiedliche Antikörper und Farbstoffe analysiert (HepPar1, Arginase1, AFP, CD10, ABCB11, CK7, CK19, EMA, TROP2, LFABP und schließlich Alcian PAS), wobei die Marker einzeln, sowie in unterschiedlichsten Kombinationen zueinander statistisch ausgewertet wurden. Anhand der Berechnung ihrer jeweiligen Kontingenzkoeffizienten wurden anschließend ihre Zusammenhänge zu den jeweiligen Tumorentitäten bestimmt und untereinander verglichen. Unsere Analyse zeigt, dass unterschiedliche Antikörper(-Kombinationen) sich eher zur Zuordnung eines Präparates zu seiner Entität eignen als andere; es bedarf daher definitiv eines aus mehreren Antikörpern bestehenden Panels. In diesem Projekt haben sich insbesondere HepPar1, Arginase1, EMA, LFABP, ABCB11, Alcian PAS und CK19 als effektiv bewährt. Ein aus diesen Antikörpern bestehendes Panel könnte somit eine wertvolle Ergänzung in der Routinediagnostik der PLCs darstellen.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
Creators
Email
ORCID
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Karahan, Denise
d.karahan@gmx.at
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-812657
Date: 30 June 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Pathologie und Neuropathologie > Institut für Pathologie
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Immunhistochemie
German
PLC
UNSPECIFIED
Hepatozelluläres Karzinom
German
Cholangiozelluläres Karzinom
German
Spektrum
German
Date of oral exam: 30 June 2026
Referee:
Name
Academic Title
Drebber, Uta
Professorin Dr. med.
Nierhoff, Dirk
Professor Dr. med.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/81265

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