Greive, Jonas (2026). Retrospektive Untersuchung des funktionellen Outcomes nach Fazialis-Rekonstruktion. PhD thesis, Universität zu Köln.

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Abstract

Mittels einer Fazialisrekonstruktion kann eine Fazialisparese nach richtiger Indikationsstellung erfolgreich therapiert werden. Allerdings scheinen diverse Faktoren das postoperative Ergebnis zu beeinflussen. Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss dieser Faktoren auf den postoperativen Verlauf einer Fazialisparese systematisch zu untersuchen. Das Ziel der aktuellen Arbeit war es, den zeitlichen Verlauf nach einer operativen Fazialisrekonstruktion und das endgültige Rekonstruktionsergebnis zu analysieren und die unterschiedlichen OP-Methoden miteinander zu vergleichen. Die Ergebnisse dieser Studie können zur Optimierung der zukünftigen Versorgung des Krankheitsbildes beitragen. Im Rahmen der aktuellen Arbeit wurden Daten von Patienten, die sich im Zeitraum 1987 bis 2021 einer Fazialisrekonstruktion bei persistierender Fazialisparese in den HNO Unikliniken Köln und Jena unterzogen haben, retrospektiv erfasst und statistisch ausgewertet. Neben Patientencharakteristika fließen folgende Parameter in die Auswertung mit ein: Ursache der Parese, Beginn der Parese, Dauer der Parese, Datum der operativen Rekonstruktion, Art der Rekonstruktion, Dauer der Nachbeobachtungszeit, zeitlicher und qualitativer Verlauf der Reinnervation, Notwendigkeit und Datum einer weiteren Korrektur-Operation. Alle Patientendaten werden aus dem Klinikdokumentationssystem Orbis und aus dem digitalen Archiv Hydmedia® entnommen. Die statistische Auswertung wurde mit der Software IBM SPSS Statistics Version 21.0 (IBM Corp., Armonk, NY, USA) durchgeführt. Das Patientenkollektiv umfasste 133 Patienten (60 Frauen, 73 Männer; mittleres Alter 50,7 ±17,5 Jahre), die zwischen 1994 und 2021 an den HNO-Unikliniken Köln und Jena eine Fazialisrekontruktion erhielten. Am häufigsten wurden die hypoglossal-fazialen Anastomosen (HFJA) und Nerveninterponate angewandt. Die mittlere Zeit bis zum besten postoperativen Ergebnis betrug 20,8 Monate. Bei den Patienten mit Parotismalignomen (N=68) war die präoperative Paresedauer im Vergleich zum Gesamtkollektiv kürzer, das beste funktionelle Ergebnis wurde im Median nach 12,1 Monaten erreicht. Nach statistischer Auswertung der postoperativen Ergebnisse stellte sich postoperativ eine deutliche klinische Besserung der Patienten dar. Dies ist beweisend für erfolgreiche Therapieregime. Durch Betrachtung der Rekonvaleszenzperioden ließ sich schlussfolgern, dass die Paresedauer so kurz wie möglich gehalten werden sollte, um einen optimalen klinischen Outcome zu erreichen. Eine Rekonstruktion wird nach Indikationsstellung also möglichst zeitnah empfohlen. Im Rahmen der Studie zeigten mehrere Rekonstruktionsverfahren gute postoperative Ergebnisse. Aufgrund der hohen Komplexität der zugrunde liegenden Ätiologien und der individuell variierenden Therapieverläufe konnte 8 jedoch keine statistisch signifikante Überlegenheit eines bestimmten Verfahrens nachgewiesen werden. Die Wahl der Rekonstruktionsmethode sollte daher patientenindividuell und unter Berücksichtigung der spezifischen klinischen Gegebenheit erfolgen.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
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Email
ORCID
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Greive, Jonas
greive.jonas@gmail.com
UNSPECIFIED
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Contributors:
Contribution
Name
Email
Censor
Grosheva, Maria
m.grosheva@hno-central.de
URN: urn:nbn:de:hbz:38-813713
Date: 4 August 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Hals-Nasen-Ohrenheilkunde > Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Fazialisrekonstruktion
UNSPECIFIED
Date of oral exam: 4 August 2026
Referee:
Name
Academic Title
Grosheva, Maria
Prof
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/81371

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