Mertz, Marcel, Jannes, Marc, Schlomann, Anna, Manderscheid, Enza, Rietz, Christian and Woopen, Christiane (2016). Digitale Selbstbestimmung. Köln: Project Report.

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Abstract

Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Gesellschaft und viele Lebensbereiche grundlegend. Beachtlichen Nutzungspotenzialen der sich stetig weiterentwickelnden Sammlung, Auswertung und Verwendung von personenbezogenen Daten steht die Gefahr gegenüber, dass die Entscheidungs- und Handlungsfreiheit der Menschen eingeschränkt wird. Für Nutzer digitaler Medien wird es zunehmend schwieriger, selbstbestimmt zu handeln. Ein Konzept der „digitalen Selbstbestimmung“ sowie verwandte Begriffe wie etwa „digitale Autonomie“ werden daher in der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion immer bedeutsamer. Es fehlt bisher jedoch ein ausgearbeitetes theoretisches Konzept, welches „digitale Selbstbestimmung“ als normativen Begriff klärt und empirische Bedingungen für die Möglichkeit digitaler Selbstbestimmung systematisiert. Ausgehend von der Leitfrage „Was ist ‚digitale Selbstbestimmung‘?“ wird in dieser Studie anhand einer explorativen Literaturrecherche und einer philosophischen Begriffsanalyse ein Konzept der digitalen Selbstbestimmung entwickelt. Dieses Konzept expliziert digitale Selbstbestimmung anhand der sieben Begriffskomponenten Kompetenz, Informiertheit, Werte, Wahlmöglichkeit, Freiwilligkeit, Willensbildung und Handlung. Darüber hinaus werden technische, soziokulturelle und personenbezogene Determinanten identifiziert, d.h. Bedingungen und Faktoren, welche empirisch mitbestimmen, inwieweit eine Person digital selbstbestimmt ist. Der empirische Teil der Studie stellt Erkenntnisse über die Einstellungen von deutschen Nutzerinnen und Nutzer hinsichtlich des Umgangs mit personenbezogenen Daten vor. Die repräsentative sozialwissenschaftliche Erhebung wurde mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens durchgeführt, der auf der Basis des theoretischen Konzeptes entwickelt wurde. Es wird deutlich, dass die Sicherheit persönlicher Daten im Internet angezweifelt wird, dass die Möglichkeiten, sich über gespeicherte persönliche Daten und ihre Weitergabe zu informieren, als unzureichend beurteilt werden, und dass Nutzer sich eine stärkere Einflussnahme auf die Speicherung und Verwendung persönlicher Daten wünschen. Ein mittel- bis langfristiges Ziel der Studie ist es, die wissenschaftliche Erforschung von digitaler Selbstbestimmung zu stimulieren und letztlich zur Förderung digitaler Selbstbestimmung beizutragen.

Item Type: Preprints, Working Papers or Reports (Project Report)
Creators:
CreatorsEmailORCID
Mertz, MarcelUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Jannes, MarcUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Schlomann, AnnaUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Manderscheid, EnzaUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Rietz, ChristianUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Woopen, ChristianeUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Corporate Creators: ceres – Cologne Center for Ethics, Rights, Economics, and Social Sciences of Health
URN: urn:nbn:de:hbz:38-68911
DOI: 10.18716/ceres/00001
Subjects: Data processing Computer science
Philosophy
Social sciences
Technology (Applied sciences)
Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
KeywordsLanguage
Big DataEnglish
DatenschutzGerman
DigitalisierungGerman
Digitale AutonomieGerman
Digitale KompetenzGerman
Digitale MedienGerman
Digitale SelbstbestimmungGerman
PrivatsphäreGerman
Soziale MedienGerman
Divisions: Central Institutions / Interdisciplinary Research Centers > ceres-Cologne Center for Ethics, Rights, Economics and Social Sciences of Health
Language: German
Date: August 2016
Related URLs:
Funders: Deutsche Telekom AG
Projects: Digitale Selbstbestimmung – Konzept und empirische Studie
Place of Publication: Köln
Number of Pages: 54
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/6891

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