Becker-Mrotzek, Michael, Kusch, Erhard and Wehnert, Bernd (2006). Leseförderung in der Berufsbildung. Duisburg: Gilles und Francke Verlag. ISBN 3-925348-66-2

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Abstract

Seit vor einigen Jahren die PISA-Studie mit ihren desaströsen Ergebnissen die deutsche Gesellschaft aufgeschreckt hat, kam bis dato unbekannte Hektik in unsere Bildungspolitik. Eine Konferenz löste die andere ab; der „Bildungstourismus“ in die Schulen der Testsieger Finnland und Schweden blühte auf; kaum ein Abgeordneter mit bildungspolitischer Verantwortung, der nicht das Bedürfnis hatte, sich vor Ort zu informieren, wie man moderne Schulen betreiben kann, mit denen sich internationale Spitzenleistungen erbringen lassen. In Deutschland sah man Anlass, gleich das gesamte Schulsystem in Frage zu stellen. Die Gesamtschuldiskussion begann aufs Neue. Nur um die besonders betroffenen Schüler selbst, die durch die PISA-Studie so zweifelsfrei identifizierten „Risikogruppen“, kümmerte sich kaum jemand. Wer geglaubt hatte, nun endlich würden gezielte Programme aufgelegt, um aufzuholen und diejenigen zu fördern, von denen man weiß, dass sie besondere Unterstützung brauchen, um mit Erfolg unser Bildungssystem durchlaufen zu können, der sah sich enttäuscht. Aber eine ganz frühe Ausnahme gab es neben den vielen Diskutanten: Drei Berufskollegs des Kreises Düren waren mutig und handelten einfach. Ohne bildungspolitischen oder gar ideologischen Gefechtslärm. Das Problem war erkannt und auch, dass es sich lösen lässt. Partner wurden gewonnen: Die Industrie- und Handelskammer Aachen mit ihrem weitsichtigen Präsidenten Michael Wirtz (auch er unter den ersten, die das Problem so ernst nahmen, wie es genommen werden musste - und zwar lange vor PISA), und die Handwerkskammer Aachen mit ihrem Präsidenten Dieter Philipp. Dazu stieß der Kölner Regierungspräsident. Fachleute von der Universität zu Köln konnten gewonnen werden für ein handfestes, wissenschaftlich abgesichertes Förderprogramm. Die Reise in ein neues Feld (neben-)schulischer Förderung konnte beginnen. Der Modellversuch zeigt, dass sich gezieltes Handeln lohnt. Bisher war bei allen Diskussionen um das deutsche Schulsystem post PISA wider alle Vernunft, wider die Realität der großen Schülerzahlen und wider die wirtschaftliche Bedeutung dieses Zweiges der Bereich der beruflichen Ausbildung fast aus der Diskussion ausgeschlossen.

Item Type: Book, conference item or legal commentary
Creators:
CreatorsEmailORCID
Becker-Mrotzek, MichaelBecker.Mrotzek@uni-koeln.deUNSPECIFIED
Kusch, ErhardUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Wehnert, BerndUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Editors:
EditorsEmailORCID
Günther, HartmutUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Bredel, UrsulaUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Becker-Mrotzek, MichaelBecker.Mrotzek@uni-koeln.deUNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-82024
Series Name at the University of Cologne: Kölner Beiträge zur Sprachdidaktik: Reihe A
Publisher: Gilles und Francke Verlag
ISBN: 3-925348-66-2
Volume: 2
Subjects: Language, Linguistics
Germanic
Uncontrolled Keywords:
KeywordsLanguage
Leseförderung, Lesen, BerufsschuleGerman
Faculty: Faculty of Arts and Humanities
Divisions: Faculty of Arts and Humanities > Institut für Deutsche Sprache und Literatur II
Language: German
Date: 2006
Related URLs:
Place of Publication: Duisburg
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/8202

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