Wenning, Sabine (2026). Prospektive Analyse postpartaler Harninkontinenz im Vergleich zu präpartalen Daten. PhD thesis, Universität zu Köln.

[thumbnail of Dissertation Wenning Druck.pdf] PDF
Dissertation Wenning Druck.pdf - Submitted Version
Bereitstellung unter der CC-Lizenz: Creative Commons Attribution Non-commercial No Derivatives.

Download (1MB)

Abstract

Zielsetzung: Analyse erster deutscher prospektiver Daten zur Prävalenz postpartaler Harninkontinenz sowie zur Identifikation geburtshilflicher und neonataler Risikofaktoren. Zudem sollte mit einer spezialisierten Beckenbodensprechstunde ein strukturiertes Versorgungsangebot etabliert und für postpartale Beckenbodendysfunktionen sensibilisiert werden. Methodik: Prospektive Kohortenstudie am Universitätsklinikum Köln (2021–2023). Insgesamt wurden 409 Patientinnen auf der Wochenbettstation mittels validiertem Deutschen Beckenbodenfragebogen befragt. Die vorliegende Analyse basiert auf den Daten von 261 Patientinnen, die drei Monate postpartal am standardisierten Follow-up teilnahmen. Ergebnisse: Die Prävalenz postpartaler Harninkontinenz stieg von 35,6 % präpartal auf 36,8 % drei Monate postpartal. Postpartal dominierte die Belastungsinkontinenz (57,3 %), gefolgt von Misch- (21,9 %) und Dranginkontinenz (19,8 %). Vaginale Entbindungen und Geburtsverletzungen waren signifikant mit einem erhöhten Risiko für Inkontinenz, gestörte Blasenfunktion und verminderte Lebensqualität assoziiert, während sich eine Sectio protektiv auswirkte. Unwillkürlicher Urinverlust während der Schwangerschaft sowie Nikotinabusus korrelierten mit Belastungsinkontinenz, reduzierter Lebensqualität und gestörter Blasenfunktion. Frauen mit traumatischem Geburtserleben wiesen ein fünffach erhöhtes Risiko für Enuresis nocturna auf. Schlussfolgerung: Ergebnisse der E-PAD-Studie zeigen, dass ein relevanter Anteil der Frauen sowohl prä- als auch postpartal von Harninkontinenz betroffen ist. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit einer gezielten Risikoaufklärung sowie einer strukturierten Erfassung und Versorgung postpartaler Beschwerden. Die Integration spezialisierter Beckenbodensprechstunden kann zu einer frühzeitigen Versorgung beitragen und langfristige Einschränkungen der Lebensqualität reduzieren.

Item Type: Thesis (PhD thesis)
Creators:
Creators
Email
ORCID
ORCID Put Code
Wenning, Sabine
sabinewng@outlook.de
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
URN: urn:nbn:de:hbz:38-804780
Date: 2026
Language: German
Faculty: Faculty of Medicine
Divisions: Faculty of Medicine > Frauenheilkunde > Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Subjects: Medical sciences Medicine
Uncontrolled Keywords:
Keywords
Language
Postpartale Harninkontinenz, Beckenbodendysfunktion, Risikofaktoren, Lebensqualität, Vaginale Entbindung, Geburtsverletzungen, Postpartale Versorgung, Prospektive Kohortenstudie
UNSPECIFIED
Date of oral exam: 2 April 2026
Referee:
Name
Academic Title
Thangarajah, Fabinshy
Prof. Dr. med.
Rudroff, Claudia
Prof. Dr.
Refereed: Yes
URI: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/80478

Downloads

Downloads per month over past year

Export

Actions (login required)

View Item View Item